Im Gespräch - David Ray Griffin: Wir können nicht von einem Rechtsstaat sprechen, wenn unsere Regierung ihre eigenen Bürger angreift.

HINTERGRUND: Die 9/11-Truth-Bewegung fordert seit Jahren eine neue Untersuchung des 11. September durch eine unabhängige Ermittlergruppe. Wie könnte eine solche Untersuchung aussehen? Wie, wo und mit wem könnte das stattfinden?

GRIFFIN: Da gibt es viele, viele Möglichkeiten. Es könnte so sein wie beim Russell-Tribunal. Man könnte herausragende Persönlichkeiten eines Landes wie Großbritannien nehmen oder von einer Gruppe von Ländern wie Großbritannien, Deutschland, Frankreich oder von allen westlichen europäischen Ländern oder allen europäischen Ländern. Oder in Kanada mit seinen verschiedenen Provinzen. Oder in den Vereinigten Staaten. Es könnte ein weltweites Tribunal geben mit Leuten, die die USA, Europa, Kanada und die asiatischen Länder vertreten.

HINTERGRUND: Welche rechtlichen Möglichkeiten sehen Sie, Cheney, Wolfowitz und Rumsfeld zur Anklage zu bringen?

GRIFFIN: Ich bin kein Experte auf diesem Gebiet, aber soweit ich weiß, gibt es zwei Möglichkeiten, wie so etwas zustande kommen könnte. Zum einen könnten Privatbürger, die am 11. September Angehörige verloren haben, klagen, ganz egal aus welchem Land sie stammen. Sie müssen sich nur einen Anwalt besorgen. Wenn sie keinen Anwalt kennen, der den Fall übernehmen würde, haben wir eine Reihe von Anwälten, die „Lawyers for 9/11 Truth" beigetreten sind und die sich wahrscheinlich bereit erklären würden, den Fall zu übernehmen, vielleicht sogar unentgeltlich. Das wäre eine Möglichkeit. Zum anderen könnten Regierungen klagen, zum Beispiel die japanische Regierung, die mehrere Bürger am 11. September verloren hat. Das könnte geschehen, wenn der neue Premierminister das Amt antritt und Fujitas Partei (Yukihisa Fujita ist Abgeordneter der Demokratischen