Anmerkungen und Quellenangaben: Einleitung
Das Neue Pearl Harbor - Band 1
Beunruhigende Fragen zur Bush-Regierung und zum 11. September
Anmerkungen und Quellenangaben
Einleitung
1 James Bamford, Body of Secrets: Anatomy of the Ultra Secret National Security Agency (New York: Anchor Books, 2002), Seite 633
2 Washington Post, 27. Januar 2002
3 Henry Kissinger, "Destroy the Network", Washington Post, 11. September 2001 (www.washingtonpost.com/ac2/wp-dyn?pagename=article&node=&contentId=A1427...), zitiert in Thierry Meyssan, 9/11: The Big Lie (London: Carnot, 2002), Seite 65
4 Lance Morrow, "The Case for Rage and Retribution", Time, 11. September 2001
5 The Project for the New American Century, Rebuilding America's Defenses: Strategy, Forces, and Resources for a New Century (www.newamericancentury.org), Seite 51. Dieses Dokument wird später erörtert.
6 John Pilger, New Statesman, 12. Dezember 2002
7 Leonard Wong, Institute of Strategic Studies, Defeating Terrorism: Strategic Issues Analysis, "Maintaining Public Support for Military Operations'' (www.strategicstudiesinstitute.army.mil/pubs/download.cfm?q=273), zitiert in 9/11: The Big Lie, Seite 127
8 Zu diesen Einschränkungen und deren Folgen, siehe Nancy Chang, Silencing Political Dissent: How Post-September 11 Anti-Terrorism Measures Threaten Our Civil Liberties, mit einem Vorwort von Howard Zinn (New York: Seven Stories, 2002)
9 Phyllis Bennis, Before and After: US Foreign Policy and the September 11th Crisis, mit einem Vorwort von Noam Chomsky (Northampton, Mass.: Olive Branch Press, 2003).
10 Siehe Richard W. Van Alstyne, The Rising America Empire (1960; New York: Norton, 1974); Walter LaFeber, The New Empire: An Interpretation of American Expansion 1860-1898 (1963; Ithaca: Cornell University Press, 1998); Thomas J. McCormick, China Market: America's Quest for Informal Empire, 1893-1901 (Chicago: Quadrangle Books, 1967); Lloyd C. Gardner, Walter F. LaFeber und Thomas J. McCormick, Creation of the American Empire (Chicago: Rand McNally, 1973); Laurence Shoup und William Minter, Imperial Brain Trust: The Council on Foreign Relations and United States Foreign Policy (New York: Monthly Review Press, 1977); Anders Stephanson, Manifest Destiny: American Expansion and the Empire of Right (New York: Hill and Wang, 1995)
11 "Mehr als jede einzelne politische Entscheidung," sagt Bennis, "ist die häufigste Ursache von internationalen Ressentiments gegen die Vereinigten Staaten die Arroganz, mit der die Macht der USA ausgeübt wird." (Before and After, Seite XV)
12 "Resisting the Global Domination Project: An Interview with Prof. Richard Falk", Frontline, 20/8 (12. - 25. April 2003)
13 Zum Beispiel, Rahul Mahajan, The New Crusade: American's War on Terrorism (New York: Monthly Review, 2002), Seite 7
14 New York Times, 11. September 2002
15 William Bunch, "Why Don't We Have Answers to These 9/11 Questions?" Philadephia Daily News online-Posting, 11. September 2003
16 Die Medien haben im Gegensatz dazu in mehreren anderen Ländern investigative Berichte gezeigt. In Kanada zum Beispiel präsentierte Journalist Barrie Zwicker am 21. Januar und 28. Februar 2002 eine zweiteilige Untersuchung mit dem Titel "The Great Deception: What Really Happened on September 11th" (MediaFile, Vision TV Insight [ www.visiontv.ca ]). In Deutschland war die öffentliche Diskussion derart, dass eine Umfrage im Juli 2003 ergab, dass 20 Prozent der deutschen Bevölkerung glaubt, dass die US-Regierung die Anschläge selbst angeordnet hat (Ian Johnson, "Conspiracy Theories about September 11 Get Hearing in Germany", Wall Street Journal, 29. September 2003, A1)
17 Press Gazette, 15. August 2002
18 Rathers Äußerungen in einem Interview in Greg Palasts BBC TV-Sendung Newsnight werden in einem Bericht im Guardian vom 17. Mai 2002 zitiert. Diese Aussage wird zitiert in: Greg Palast "See No Evil: What Bush Didn't (Want to) Know about 9/11", das in Palasts Buch enthalten ist: The Best Democracy Money Can Buy: The Truth about Corporate Cons, Globalization, and High-Finance Fraudsters (Plume, 2003), welches die überarbeitete amerikanische Ausgabe von seinem 2002 erschienenen Buch (mit einem anderen Untertitel) ist. Dieser Aufsatz wurde auch am 1. März 2003 auf www.TomPaine.com veröffentlicht.
19 "Remarks by the President in Photo Opportunity with the National Security Team" (http://georgewbush-whitehouse.archives.gov/news/releases/2001/09/2001091...)
20 "President's Remarks at National Day of Prayer and Remembrance" (http://georgewbush-whitehouse.archives.gov/news/releases/2001/09/2001091...)
21 Das Material in den Anmerkungen 19-21 wird zitiert in 9/11: The Big Lie, Seite 77, 76-77 und 79
22 Jean Bethke Elshtain, Just War Against Terror: The Burden of American Power in a Violent World (New York: Basic Books, 2003), Seite 2-3
23 Siehe Michel Chossudovsky, War and Globalisation: The Truth Behind September 11 (Canada: Global Outlook, 2002) und John McMurtry, Value Wars: The Global Market Versus the Life Economy (London: Pluto Press, 2002), Vorwort
24 Elshtain, Seite 9
25 Zu einem gewissen Grad spiegelt dies eine Frage des Prinzips wieder - eine Sorge, dass der Augenmerk auf mögliche Verschwörungen ablenkend wirkt. Einige Gründe für diese Vorsicht sind berechtigt. Eine Sorge ist, dass eine Fokussierung auf die Entlarvung von konspirativen Verbrechen der gegenwärtigen Amtsinhaber die naive Annahme widerspiegeln könnte, dass, wenn wir nur diese Personen durch bessere ersetzen, wird alles wieder in Ordnung sein. Dieser Befürchtung liegt die Sorge zugrunde, dass eine Fokussierung auf Verschwörer die Aufmerksamkeit von der wichtigen Frage der strukturellen Probleme in der nationalen und globalen Ordnung ablenken kann, die überwunden werden müssen. Aber obwohl man sich vor diesen Gefahren schützen muss, sollten wir auch eine zu starke Dichotomie zwischen der strukturellen und der konspirativen Analyse vermeiden. Erstens: obwohl die strukturelle Analyse für jedes tiefer gehende Verständnis der sozialen Prozesse notwendig ist, handeln Strukturen, die lediglich Abstraktionen sind, als solche nicht selber. Sie sind nur insoweit einflussreich, sofern sie durch Vertreter verkörpert werden – sowohl individuelle als auch institutionelle – die in ihrem Sinne handeln. Diese Vertreter werden darüber hinaus nicht vollständig durch die herrschenden Werten ihrer Gesellschaften bestimmt. Sie besitzen Freiheitsgrade, die sie in einer Weise nutzen können, die mehr oder weniger klug, mehr oder weniger gerecht und mehr oder weniger legal sind. Wenn politische Führungspersönlichkeiten etwas gesetzlich in Kraft setzen, das unerhört ungerecht, gefährlich und sogar illegal ist, ist es wichtig, sie mit Führungspersönlichkeiten zu ersetzen, die zumindest etwas besser sind. Schließlich und am wichtigsten: die Aufdecken einer Verschwörung kann, statt die Aufmerksamkeit von den problematischen Strukturen einer Gesellschaft abzulenken, die Aufmerksamkeit vielmehr auf sie lenken. Zum Beispiel, wenn offensichtlich werden würde, dass unsere nationalen politischen Führer die Anschläge des 11. September verursacht oder zumindest zugelassen haben und sie dies zum Teil taten, weil sie bestimmte, in unserer Gesellschaft allgegenwärtig Werte zutiefst verkörperten, könnten wir schließlich entscheiden, dass eine Neuorientierung der breiten Gesellschaft angebracht ist.
26 Diese Praxis existiert natürlich nicht nur in Amerika. Es ist zum Beispiel allgemein anerkannt, dass der "Mukden-Vorfall", bei dem eine Explosion einen Teil der japanischen Eisenbahn in der Mandschurei zerstörte, von japanischen Offizieren inszeniert wurde, "als Vorwand, um die Mandschurei zu erobern". (Walter LaFeber, The Clash: US-Japanese Relations Throughout History [New York: Norton, 1997], Seite 166)
27 Rahul Mahajan, Full Spectrum Dominance: US Power in Iraq and Beyond (New York: Seven Stories, 2003), Seite 59, 50 und 48
28 Unbemerkt von mir, als ich die erste Auflage schrieb, wurde dieser Titel ("Was 9/11 Allowed to Happen?") mit Thompsons Erlaubnis auf der Internetseite www.wanttoknow.info hinzugefügt, wo ich dieser Zeitleiste zuerst begegnete. Diese Internetseite bietet auch kürzere Versionen dieser Zeitleiste.
29 Dies ist eine Hinsicht, in der Thompson sich selbst im Unterschied zu anderen Forschern sieht, wie z.B. Michael Ruppert, wie in Anmerkung 36 weiter unten erwähnt wird.
30 Gore Vidal, Dreaming War: Blood for Oil und der Cheney-Bush Junta (New York: Thunder Maul / Nation Books, 2002); Nafeez Mosaddeq Ahmed, The War on Freedom: How and Why America Was Attacked September 11, 2001 (Joshua Tree, Calif.: Tree of Life Publications, 2002). Vidal, ein prominentes Mitglied der amerikanischen Linken, der die offizielle Version des 11. September ablehnt, schließt sich Ahmeds Buch an – nennt es "den bisher besten und ausgewogensten Bericht" (Seite 14) – und fasst einige seiner Argumentation zusammen.
31 Siehe Breakdown: How American Intellience Failures Led to September 11 (Washington: Regnery, 2002) von Bill Gertz, Journalist bei der Washington Times. Eine neuere Version dieser Arbeit findet sich in Gerald Posner, Why America Slept: The Failure to Prevent 9/11 (New York: Random House, 2003). Posner führt diese Versagen zurück auf: Pannen (Seite XI), Patzer (Seite XII und 169), verpasste Chancen (Seite XII und 146), Verwechslungen bei den Ermittlungen (Seite 34), Fehler (Seite 150, 155 und 169), Inkompetenz und falsche Einschätzungen (Seite 142 und 167), erdrückende Bürokratie (Seite 173) und vor allem auf das Versagen der Behörden, untereinander Informationen auszutauschen (Seite 35, 44-47, 59 und 178). "Das Versagen, den 11. September zu verhindern", versichert Posner, "war ein systemisches" (Seite XII). Die vor uns liegende Aufgabe ist es daher, einfach das System zu reparieren. Wie Walter Russell Mead (ohne Kritik) in einer Buchbesprechung sagt, "die Botschaft von Why America Slept ist alles in allem eine hoffnungsvolle. Inkompetenz in unseren Sicherheitsapparaten ist etwas, das wir angehen können" ("Tragedy of National Complacency", New York Times, 29. Oktober 2003).
32 Eine Gemeinsame Untersuchungskommission (Joint Inquiry) zu den Anschlägen wurde im Jahr 2002 durch die Geheimdienst-Ausschüsse des Senats und des Repräsentantenhauses durchgeführt. Obwohl diese Gemeinsame Untersuchungskommission ihren Abschlussbericht im Dezember 2002 abgeschlossen hatte, weigerte sich die Bush-Regierung lange Zeit, ihn freizugeben. Es wurde eine nur sehr kurze Zusammenfassung dieses Abschlussbericht öffentlich gemacht (er kann auf http://www.intelligence.senate.gov unter dem 11. Dezember 2002 gelesen werden). Schließlich wurde Ende Juli 2003 der Abschlussbericht selbst veröffentlicht. Obwohl die Debatten in der Presse den Bericht als überraschend kritisch beschrieben, war die Kritik auf den Vorwurf der Inkompetenz begrenzt. Allerdings wurden wesentliche Teile des Abschlussberichts im Namen der nationalen Sicherheit gestrichen, aber ich sehe keinen Grund, davon auszugehen, dass diese Streichungen – die Berichten zufolge ausländische Staaten beinhalteten, insbesondere Saudi-Arabien – Vorwürfe einer Tatbeteiligung von US-Beamten am 11. September enthalten. Mögliche Gründe für die Unzulänglichkeit des Bericht der Gemeinsamen Untersuchungskommission werden in Kapitel 10 diskutiert.
33 Auch wenn der offizielle Name National Commission on Terrorist Attacks upon the United States lautet, ist sie auch als die Unabhängige 9/11-Kommission bekannt. Präsident Bush hatte sich lange der Schaffung einer solchen Kommission widersetzt und behauptete, dass dies Ressourcen vom Krieg gegen den Terrorismus abziehen würde. Aber peinliche Enthüllungen der Gemeinsamen Untersuchungskommission (siehe die vorherige Anmerkung) ließen ihm Berichten zufolge kaum eine andere Wahl (Newsweek, 22. September 2002). Im November 2002 unterzeichnete Bush ein Gesetz zur Gründung der Kommission (deren Internetseite www.9-11commission.gov ist). Probleme in Zusammenhang mit dieser Kommission werden in Kapitel 10 erörtert.
34 In der Zwischenzeit hat Thompson Kategorien entwickelt, in denen das Material in Bezug auf eine Vielzahl von Themen organisiert wird. Er besitzt auch eine steigende Anzahl von Artikeln, die verschiedenen Dimensionen der Kontroversen des 11. September erörtern (siehe www.historycommons.org). Sein Material wird daher immer leichter zu nutzen sein.
35 In dieser Feststellung ist die Tatsache enthalten, dass ich nicht alle Argumente in den wichtigsten Quellen befürworte, die ich verwende. Meyssan hat zum Beispiel einige Theorien, die ich für unwahrscheinlich halte und andere, die zumindest nicht ausreichend durch Beweise untermauert werden.
36 Ein Versäumnis in diesem Buch ist, dass ich mir in der Regel im Hinblick auf verschiedene berichtete Geschichten und Fakten keine Mühe gemacht habe festzustellen, welcher Ermittler oder Forscher zunächst verantwortlich für ihre Berichterstattung war. Dies bedeutet, dass ich sicherlich in vielen Fällen nicht die ordnungsgemäße Anerkennung gezollt habe. Ein Beispiel hierfür ist die Tatsache, dass ich Paul Thompsons Zeitleisten reichlich zitiere, während ich Michael Rupperts Internetseite From the Wilderness (www.fromthewilderness.com oder www.copvcia.com) relativ selten zitiere. Doch Ruppert war einer der frühesten großen Kritiker der offiziellen Version des 11. September. Tatsächlich sagt Thompson in seinen "Anerkennungen und Quellen": "Dieser Zeitleiste begann, als ich die hervorragende Zeitleiste von From the Wilderness sah und begann Informationen hinzuzufügen. Ich hielt die Zeitleiste für eine großartige Ressource, aber sie war nicht so umfassend, wie ich sie wollte. Meine Version ist seitdem zu etwas wie einem Monster geworden, aber die Inspiration kommt immer noch von From the Wilderness." (www.historycommons.org/project.jsp?project=911_project). Ruppert ist darüber hinaus nur ein Beispiel von mehreren Forschern, die wie Jared Israel Informationen veröffentlichten, die die offizielle Darstellung fast unmittelbar nach dem 11. September in Frage stellten. Zu versuchen, dies alles auseinanderzusortieren, um ihnen die angemessene Anerkennung zu zollen, würde jedoch von der Aufgabe ablenken, das In-Frage-stellen der offiziellen Darstellung in die öffentliche Diskussion zu bringen. Die meisten Forscher scheinen, soweit ich das beurteilen kann, eher daran interessiert zu sein, als Anerkennung zu erlangen. Die Frage nach der richtigen Würdigung ist in jedem Fall eine, die entsprechend durch eine historische Betrachtung dieser Bewegung beantwortet werden wird, wenn sie erfolgreich ist.
37 Meine Aussage, dass es viele beunruhigende Fragen gibt, die nicht beantwortet wurden, spiegelt die Haltung vieler Organisationen wider, die sich gebildet haben, um den 11. September zu untersuchen, von denen eine tatsächlich "Unanswered Questions" heißt (http://web.archive.org/web/20100418001325/http://unansweredquestions.org/). Einige andere sind 9-11 Citizens Watch (www.911citizenswatch.org), das 9/11 Visibility Project (www.septembereleventh.org) und einige Organisationen, die von Angehörigen der Opfer gebildet wurden: Family Steering Committee for the 9/11 Independent Commission (www.911independentcommission.org), Voices of September 11th (www.voicesofsept11.org) und September 11th Families for Peaceful Tomorrows (www.peacefultomorrows.org).
38 Dieses in früheren Anmerkungen zitierte Buch ist eine Übersetzung von Meyssans L'Effroyable imposture (Paris: Les Editions Carnot, 2002).
39 Diese Sichtweise des Weißen Hauses kann mit jeder der vorigen fünf Sichtweisen kombiniert werden, sofern diese Sichtweise nur die Beteiligung anderer US-Behörden behandelt. Diese sechste Sichtweise hat daher fünf mögliche Varianten. Das gleiche gilt für die siebte und achte Sichtweise.
40 Elshtain, Seite 2-3
41 Michael Parenti, The Terrorism Trap: September 11 and Beyond (San Francisco: City Lights, 2002), Seite 69 und 70
42 Parenti, Seite 70 und 71, zitiert Patrick Martin, "US Planned War in Afghanistan Long Before September 11“, World Socialist Conference, 20. November 2001 (www.wsws.org/articles/2001/nov2001/afgh-n20.shtml); die zitierten Worte, die Martins Position zusammenfassen, sind die von Parenti.
43 Ich betone diesen Punkt, weil einige Polemiker, wenn sie mit einem Buch konfrontiert werden, dessen Schlussfolgerung sie nicht mögen, versuchen, diese Schlussfolgerung durch die Konzentration auf die wenigen Punkte, von denen sie glauben, dass sie sich am einfachsten diskreditiert werden können, zu unterminieren. Diese Taktik, unter der Annahme, dass stichhaltige Beweise wirklich gegen diese Punkte vorgebracht werden, gilt im Hinblick auf ein deduktives Argument. In Bezug auf ein kumulative Argumentation ist es jedoch nur für diejenigen taktisch sinnvoll, die um etwas anderes als die Wahrheit besorgt sind.
44 Michael Moore, Dude, Where's My Country? (New York: Warner Books, 2003), Seite 2
45 Um diesen Punkt ein wenig weiter auszuführen: Es gibt einige Verschwörungstheorien, von deren Wahrheit wir zwar nicht überzeugt sind, die wir zumindest aber für plausibel halten, so dass wir bereit sind, die Möglichkeit zu erwägen, dass sie wahr sein könnten. Wir sind entsprechend offen, Beweise zu lesen und hören, die diese unterstützen. Es gibt im Gegensatz dazu auch andere Verschwörungstheorien, die wir für völlig unglaubwürdig halten, so dass wir dazu neigen, der Intelligenz oder geistigen Gesundheit der Menschen zu misstrauen, die an sie glauben oder sogar die Möglichkeit ihrer Wahrheit in Betracht ziehen. Was auch immer an Fakten sie als Beweis bieten, weisen wir kurzerhand zurück und behaupten, dass, selbst wenn wir diese Tatsachen nicht erklären können, die wahre Erklärung nicht diejenige ist, die sie bieten. Aber die Frage, was wir für völlig unglaubwürdig – "völlig inakzeptabel" – halten, ist selten durch eine nüchterne Betrachtung der empirischen Daten bestimmt. Plausibilität ist weitgehend eine Frage der allgemeinen Weltanschauung. Wir sind auch zu einem gewissen Grad von Wunschdenken und ängstlichem Denken beeinflusst, bei dem wir einige Vorstellungen zum Teil akzeptieren, weil wir hoffen, dass sie wahr sind und lehnen andere Vorstellungen ab, weil wir den Gedanken, dass sie wahr sein könnten, zu beängstigend finden. Zumindest manchmal sind wir jedoch in der Lage, trotz unserer Vorurteile, mit unserer bisherigen Vorstellungen im Lichte der neuen Erkenntnisse zu revidieren. Die meisten Revisionisten zum 11. September scheinen beim Vorlegen ihrer Beweise, auf diese Möglichkeit zu zählen.
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