3. Kapitel: Flug 93: Ist dies das Flugzeug, das abgeschossen wurde?
Das neue Pearl Harbor - Band 1
Beunruhigende Fragen zur Bush-Regierung und zum 11. September
Teil 1: Die Ereignisse des 11. September
3. Kapitel
Flug 93: Ist dies das Flugzeug, das abgeschossen wurde?
Das Hauptproblem bei den ersten drei Flügen – abgesehen von der Frage, welches Fluggerät das Pentagon getroffen hatte – war die Tatsache, dass bei Flugzeugen, die hätten abgeschossen werden sollen, dies nicht passierte. Das Schicksal von Flug UA 93 stellt uns nach der Meinung von Kritikern vor das entgegengesetzte Problem: Ein Flugzeug, das nicht abgeschossen werden sollte, wurde abgeschossen. Paul Thompsons Zeitleiste liefert Belege für diese Schlussfolgerung.
Die entscheidenden Punkte im ersten Teil dieser Zeitleiste sind die folgenden: Flug 93 hob mit 41 Minuten Verspätung um 8.42 Uhr von Newark ab. Um 9.27 Uhr rief der Passagier Tom Burnett seine Frau an und sagte ihr, dass das Flugzeug entführt wurde und sie das FBI anrufen sollte, was sie auch tat. Um 9.28 Uhr hörten Fluglotsen Geschrei und Poltern. Um 9.34 Uhr rief Tom Burnett erneut seine Frau an; sie erzählte ihm von den Anschlägen auf das WTC; ihm wurde bewusst, dass sich sein eigenes Flugzeug auf »einer Selbstmordaktion« befand. Um 9.36 Uhr drehte das Flugzeug in Richtung Washington ab. Um 9.37 Uhr erfuhren Jeremy Glick und zwei andere Passagiere von den WTC-Anschlägen.1 Um 9.45 Uhr sagte Tom Burnett seiner Frau, er glaubte den Entführern nicht, dass sie eine Bombe hätten, und er und andere dachten sich einen Plan aus. Zu dieser Zeit, also 19 Minuten vor dem Flugzeugabsturz, überwachte das FBI diese Anrufe. Um 9.45 Uhr begann Todd Beamer ein langes, vom FBI mitgehörtes Telefonat mit einer Mitarbeiterin von Verizon und beschrieb die Situation an Bord.2 Kurz nach 9.47 Uhr sagte Jeremy Glick seiner Frau, alle Männer hätten für einen Angriff auf die Entführer gestimmt, die nur Messer aber keine Schusswaffen hätten – zusammen mit der Überzeugung, dass die Entführer keine Bombe hätten, erhöhte das den Glauben der Passagiere, sie könnten erfolgreich sein.3 Um 9.54 Uhr rief Tom Burnett seine Frau noch einmal an. Nach ersten Berichte sagte er: »Ich weiß, wir werden alle sterben. Drei von uns werden etwas dagegen tun.«4 Laut einer späteren, komplett veränderten Darstellung, klang er optimistischer und sagte: »Es liegt an uns. Ich denke, wir können es schaffen« und fügte hinzu, dass sie planten, über ländlichem Gebiet die Kontrolle über das Flugzeug zu gewinnen.5
Aus den folgenden Ereignissen in seiner Zeitleiste schließt Thompson, das Flugzeug wurde abgeschossen, nachdem es sich herausstellte, dass die Passagiere – unter ihnen ein Berufspilot und ein Fluglotse (6) – die Kontrolle gewinnen konnten. Um 9.57 Uhr war einer der Entführer zu hören, wie er außerhalb des Cockpits kämpfte. Eine Stimme von außerhalb sagte: »Lasst ihn uns schnappen.« Um 9.58 Uhr beendete Todd Beamer seinen Anruf und sagte, die Passagiere planten, den Entführer im hinteren Teil des Flugzeugs »anzuspringen«. Dann sprach er seine berühmten Worte: »Seid ihr bereit, Jungs? Auf geht's! (Let's roll)«7 Um 9.58 Uhr sagte eine Passagierin zu ihrem Mann am Telefon: »Ich denke, sie werden es tun. Sie erkämpfen sich den Weg in das Cockpit.« Ein wenig später, rief sie: »Sie tun es! Sie tun es! Sie tun es!« Ihr Mann hörte dann Schreie im Hintergrund gefolgt von einem »rauschendes Geräusch, ein Geräusch wie Wind«, dann mehr Geschrei, woraufhin er die Verbindung verlor.8 Ein weiterer Passagier, der von der Toilette aus telefonierte, sagte Berichten zufolge, kurz bevor der Kontakt verloren ging, er höre »eine Art Explosion« und sehe »weißen Rauch aus dem Flugzeug kommen.«9 (Monate später stritt das FBI ab, dass die Aufnahme dieses Anrufs Hinweise auf Rauch oder eine Explosion enthielt, wobei der Person, die diesen Anruf entgegennahm, nicht erlaubt wurde, mit den Medien zu sprechen.10) Die Person, die bei der offenen Leitung von Jeremy Glick mithörte, sagte Berichten zufolge: »Das Schweigen dauerte zwei Minuten, dann gab es ein mechanisches Geräusch, gefolgt von noch mehr Geschrei. Schließlich gab es ein mechanisches Geräusch, gefolgt von nichts.«11 In einem Zeitungsbericht hieß es außerdem: »Quellen behaupten, das letzte, was auf dem Cockpit-Voice-Recorder zu hören ist, ist das Geräusch von Wind – was darauf hinweist, dass das Flugzeug durchlöchert wurde.«12 Thompson glaubt, diese Recorder-Aufnahme zeige, dass das Flugzeug in der Tat »durchlöchert« wurde – abgeschossen von einer oder zwei Raketen – nachdem die Passagiere anscheinend die Kontrolle zurückgewannen.
Thompson ist auch misstrauisch, wenn es um das Band der Cockpit-Aufnahme und die offizielle Absturzzeit geht. Angehörige von Opfern durften sich das Band anhören. Es beginnt um 9.31 Uhr, dauert 31 Minuten und endet also um 10.02 Uhr. Dies wäre in der Nähe des Absturzzeitpunkts – wenn der Absturz um 10.03 Uhr passierte, wie die US-Regierung behauptet. Doch eine seismische Studie kommt zu dem Schluss, dass der Absturz kurz nach 10.06 Uhr stattfand, was die Philadelphia Daily News zu einem Artikel mit dem Titel »Three-Minute Discrepance in Tape« (Drei-Minuten-Diskrepanz auf dem Band) veranlasste. Thompson fragt: »Was geschah mit den letzten drei oder vier Minuten dieses Bandes?«13 Dies war nicht die einzige Aufzeichnung dieses Fluges, die fehlte. Am 16. Oktober veröffentlichte die Regierung Flugkontroll-Aufzeichnungen der Flugzeuge – mit Ausnahme von Flug 93.14
In Hinsicht auf den Verdacht, dass dieses Flugzeug abgeschossen wurde, ist es wichtig, dass laut Presseberichten Kampfjets schließlich kurz nach 9.56 Uhr den Befehl bekamen, alle Flugzeuge unter der Kontrolle von Entführern abzufangen und abzuschießen.15 Kurz danach soll ein Militärbeamter zu Vizepräsident Cheney gesagt haben: »Es gibt ein Flugzeug, das 80 Meilen entfernt ist. Ein Kampfflugzeug ist in der Gegend. Sollen wir eingreifen?«, woraufhin Cheney mit »Ja« antwortete und eine F-16 die Verfolgung von Flug 93 aufnahm.16 Nach Berichten wurde Cheney, als sich der Jäger Flug 93 annäherte, noch zwei weitere Male gebeten zu bestätigen, dass der Kampfjet eingreifen sollte, was er auch tat.17 Auch Brigadegeneral Winfield vom NMCC sagte später: »An einem gewissen Punkt war der Zeitpunkt zum Handeln gekommen – und nichts passierte. Sie können sich vorstellen, dass alles sehr angespannt war im NMCC.«18 Außerdem soll Präsident Bush um 10.08 Uhr, als er vom Absturz von Flug 93 unterrichtet wurde, gefragt haben: »Haben wir es abgeschossen oder ist es abgestürzt?«19 Diese Berichte in Thompsons Zeitleiste deuten darauf hin, dass mehrere Personen die Absicht hatten, Flug 93 abzuschießen.
Berichte über Kampfjets in der Gegend erhärten den Verdacht, dass Flug 93 wirklich abgeschossen wurde. CBS berichtete, dass kurz vor dem Absturz zwei F-16-Kampfflugzeuge den Flug verfolgten. Ein Fluglotse ignorierte den Befehl, nicht mit den Medien zu sprechen und sagte Berichten zufolge, dass »ein F-16-Kampfflug Flug 93 dicht verfolgte. … Die F-16 machte eine 360°-Kurve, um auf diesen Weise nahe an dem Linienflugzeug zu bleiben.«20 Dass ein Kampfflugzeug in der Nähe war, wird außerdem durch viele Zeugen am Boden untermauert. Laut einem Bericht im Independent »haben mindestens ein halbes Dutzend namentlich bekannte Personen berichtet, … sie haben ein zweites Flugzeug im Tiefflug … wenige Minuten vor dem Flugzeugabsturz über der Absturzstelle gesehen. Sie beschreiben das Flugzeug als kleinen, weißen Jet mit Heckmotor und ohne erkennbare Markierungen.«21 Das FBI behauptet, das Flugzeug sei eine Fairchild Falcon 20-Business-Jet gewesen.22 Aber, wie eine Frau berichtete:
Es war weiß, hatte keine Markierungen, aber es war definitiv militärisch. ... Es hatte zwei Hecktriebwerke, eine große Flosse auf dem Rücken wie ein Spoiler. ... Es war definitiv keiner dieser Privatjets. Das FBI kam zu mir und sagte, es wäre kein Flugzeug in der Gegend gewesen. … Aber ich habe es gesehen, es war vor dem Absturz da und es flog etwa 12 Meter über meinem Kopf. Sie wollten meine Aussage nicht haben.23
Ihre Behauptung entspricht dem Konsens, wie er vom Independent berichtet wurde. Sie wird außerdem durch von Thompson zitierte Aussagen unterstützt, in denen einige andere Leute berichteten, sie hätten ein weißes Flugzeug gesehen, wobei einige Details über die Hecktriebwerke und das Fehlen von erkennbaren Markierungen hinzufügten.
Noch stärkere Beweise dafür, dass das Flugzeug abgeschossen wurde, lieferten Zeugen, die Geräusche gehört hatten. Eine Zeugin sagte, dass sie, als sie den Motor des Flugzeugs gehört hatte, »einen lauten Schlag« hörte und dann »zwei weitere laute Schläge – dann hörte sie den Flugzeugmotor nicht mehr.« Ein weiterer Zeuge hörte »einen lauten Knall.« Ein weiterer hat »zwei laute Knalle« gehört, bevor das Flugzeug nach unten abdrehte. Ein weiterer hörte ein Geräusch, das »nicht ganz richtig« klang, danach »fiel das Flugzeug plötzlich wie ein Stein vom Himmel.« Ein weiterer hörte einen »Knall« und sah dann den rechten Flügel das Flugzeug abfallen, woraufhin das Flugzeug in die Erde krachte. Der Bürgermeister von Shanksville sagte Berichten zufolge, dass er zwei Personen kenne, die »eine Rakete gehört haben« und fügte hinzu, dass einer von ihnen »in Vietnam diente und sagte, er habe sie gehört.« Thompson kommt zu dem Schluss, dass, während einige der Darstellungen widersprüchliche Elemente besitzen, »praktisch alle einen Raketenangriff unterstützen.«24
Diese Schlussfolgerung wird noch durch Berichte über die Fundstellen der Flugzeugtrümmer unterstützt. Zum einen soll Berichten zufolge ein halbtonnenschweres Teil aus einem der Triebwerke über eine Meile entfernt gefunden worden sein. Ein Zeitungsbericht nannte diese Tatsache »bemerkenswert«, weil »die wärmesuchenden Sidewinder-Luft-Luft-Raketen an Bord einer F-16 wahrscheinlich auf die beiden großen Motoren der Boeing 757 zielen würden.«25 Ebenfalls im Einklang mit einem oder mehreren Raketenangriffen, ist, so betont Thompson, die Tatsache, dass Zeugen bis zu 13 km entfernt von brennenden Trümmern aus dem Flugzeug berichteten. Arbeiter bei Marina in Indian Lake sagten, sie »sahen eine Wolke aus Trümmern wie Konfetti auf den See und die umliegenden Farmen fallen Minuten, nachdem sie die Explosion hörten.«26 Trümmerteile, darunter anscheinend auch menschliche Überreste, fanden sich in der Tat Berichten zufolge bis zu 13 km) von der Absturzstelle entfernt.27
Die Schlussfolgerung, dass Flug 93 abgeschossen wurde, wird zusätzlich durch spätere Aussagen von Militärs und Regierungsbeamten unterstützt. Ein F-15-Pilot soll gesagt haben, dass ihm nach der Rückkehr von einem Einsatz, einer Patrouille über New York City am frühen Nachmittag gesagt wurde, dass eine F-16 des Militärs ein viertes Verkehrsflugzeug über Pennsylvania abgeschossen hat.28 Dieses Gerücht war so weit verbreitet, dass, als General Myers vom Armed Services Committee (Ausschuss für die Streitkräfte) am 13. September befragt wurde, Senator Carl Levin ihn fragte, ob das Verteidigungsministerium Maßnahmen gegen irgendeins der Flugzeuge unternommen hatte, und erwähnte, dass »es Aussagen gibt, dass das Flugzeug in Pennsylvania abgestürzt war, weil es abgeschossen wurde.« Dann fügte er hinzu: »Diese Berichte bestanden weiterhin.« Obwohl Myers erklärte, »die Streitkräfte schossen kein Flugzeug ab«,29 sagte Paul Wolfowitz, der stellvertretende Verteidigungsminister, Berichten zufolge, dass »die Air Force das entführte Flugzeug verfolgt habe, das in Pennsylvania abstürzte, ... und in einer Position war, es nötigenfalls abzuschießen.«30
Thompson glaubt, dass die Regierung beschloss, dass der Abschuss notwendig war – aber gerade nicht, weil die Mission der Entführer gelingen würde. Thompson stellt dazu die Frage, warum Kampfpiloten die Genehmigung zum Abschuss entführter Flugzeuge erst dann erhielten, als nur noch Flug 93 in der Luft war.31 Dies ist natürlich die beunruhigende Frage, die die von Thompson präsentierten Beweise zu diesem Flug aufwerfen. Thompsons implizite Antwort ist angesichts der Beweise, dass die Passagiere erfolgreich den Entführern die Kontrolle über das Flugzeug entrissen, sodass dies das einzige Flugzeug war, das wahrscheinlich sicher gelandet wäre – was unter anderem bedeuten würde, dass möglicherweise lebende Entführer hätten befragt werden können. Auf diese Weise interpretiert, lieferten die Belege zu Flug 93 weiteren Grund zu der Annahme, dass das Versagen, die drei vorangegangenen Flüge abzuschießen, nicht auf Inkompetenz beruhte. Sie deuten vielmehr darauf hin, dass die Behörden, wenn sie den Abschuss eines Fluges befohlen, nicht durch einen Mangel an Kompetenz oder Koordinierung behindert wurden.
Die Beweislage zu diesem Flug legt wie die vorangegangenen Beweise nahe, dass es eine aktive Beteiligung des US-Militärs an der Planung der Anschläge gab. In diesem Fall mussten sie anscheinend wegen einer unerwarteten Entwicklung nachhelfen. Im Hinblick auf die mögliche Ebene der in der Einleitung erwähnten amtlichen Mittäterschaft heißt das: Soweit man die alternative Darstellung von Flug 93 (und/oder Flug 77) annimmt, sind alle möglichen Ansichten vor der fünften ausgeschlossen.
Eine verblüffende Facette dieser Geschichte ist, dass das Schicksal von Flug 93 offenbar daran liegt, dass er 41 Minuten zu spät vom Flughafen abhob. Alle vier Flüge sollten planmäßig etwa zur gleichen Zeit starten, so dass wahrscheinlich beabsichtigt war, ihre jeweiligen Ziele etwa zur gleichen Zeit zu treffen. Die anderen drei Flugzeuge waren ziemlich gut zeitlich abgestimmt, mit nur 10 bis 16 Minuten Verspätung beim Abflug. Aber Flug 93 hob 41 Minuten zu spät ab, so dass zu dem Zeitpunkt, als die Entführer die Kontrolle über das Flugzeug übernahmen, die beiden Maschinen, die in Richtung WTC flogen, bereits ihre Ziele getroffen hatten. Daher konnten Passagiere von Flug 93 durch Telefonate erfahren, dass sich ihr Flug auf einer Selbstmordmission befand. Im Gegensatz zu den Passagieren der beiden für das WTC bestimmten Flüge beschlossen die Passagiere von Flug 93, die bei passivem Verhalten von ihrem sicheren Tod ausgingen, zu versuchen, die Kontrolle über das Flugzeug zurück zu gewinnen. 32 Wäre das Flugzeug nicht so spät gestartet, hätten die Passagiere es wohl nicht versucht, so dass auch dieses Flugzeug möglicherweise sein Ziel getroffen hätte.
Hätte es sein Ziel getroffen, würden wir möglicherweise auf die Mission von Flug 93 als die in mancher Hinsicht verheerendste zurückblicken. Die Evakuierung des Kapitols, dem Sitz des US-Kongresses, begann erst um 9.48 Uhr, also 23 Minuten nach der Entdeckung eines unbekannten Flugzeugs über Washington und 10 Minuten, nachdem das Pentagon getroffen wurde. Was wäre passiert, wenn Flug 93 pünktlicher gewesen wäre? Thompson schreibt dazu: »Später wurde berichtet, das Ziel von Flug 93 sei das Kapitol gewesen, so dass, wenn dieser Flug nicht 40 Minuten Verspätung gehabt hätte, es möglich ist, dass die meisten Senatoren und Abgeordneten umgekommen wären.«33 Thompson versucht damit vielleicht, den Kongress zu einer weitreichenden Untersuchung der Ereignisse des 11. September zu motivieren.
Aufgrund der Tatsache, dass die andere Haupthypothese zum Ziel von Flug 93 das Weiße Haus betrifft, fragen sich Kritiker, warum es nicht früher evakuiert wurde. Laut vielen Berichten wurden sowohl Vizepräsident Cheney als auch Sicherheitsberaterin Rice um ca. 9.03 Uhr vom Secret Service in den unterirdischen Bunker des Weißen Hauses gebracht.34 Allerdings wurde erst mehr als 40 Minuten später, um 9.45 Uhr, die allgemeine Evakuierung des Weißen Hauses begonnen.35 Wenn man um 9.03 Uhr dachte, dass Cheney und Rice in Gefahr waren, warum wurden dann nicht auch die anderen evakuiert? Warum wurde nicht wenigstens das Weiße Haus kurz nach 9.25 Uhr evakuiert, als die Dulles-Fluglotsen ein schnell fliegendes Flugzeug meldeten, das direkt auf das Weiße Haus zuflog? Diese Frage ist umso dringlicher, wenn man die offizielle Version von Flug 77 akzeptiert, nach der die Passagiere zu hören bekamen, sie würden alle beim Einschlag ins Weiße Haus sterben.36 Wenn das stimmen würde, wären Personen im Weißen Haus statt denen im Pentagon getötet worden, da die Evakuierung des Weißen Hauses erst sieben Minuten nach dem Einschlag ins Pentagon begann. Wir haben dementsprechend noch eine weitere beunruhigende Frage: Gab es einen Plan, Menschen im Weißen Haus oder im Kapitol zu töten wie auch im Pentagon und im World Trade Center?
© David Ray Griffin
Oliver Bommer (deutsche Übersetzung)
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