2. Kapitel: Flug 77: War es wirklich dieses Flugzeug, das das Pentagon getroffen hat?

Das neue Pearl Harbor - Band 1
Beunruhigende Fragen zur Bush-Regierung und zum 11. September

Teil 1: Die Ereignisse des 11. September

2. Kapitel

Flug 77: War es wirklich dieses Flugzeug, das das Pentagon getroffen hat?

AA-Flug 77 verließ den Flughafen Dulles in Washington, DC um 8.20 Uhr. Um 8.46 Uhr kam er für mehrere Minuten deutlich vom Kurs ab, aber Berichten zufolge wurden keine Kampfflugzeuge losgeschickt. Um 8.50 Uhr ging das Flugzeug wieder auf den ursprünglichen Kurs, aber der Funkkontakt war abgebrochen, und um 8.56 Uhr schaltete der Transponder ab und das Flugzeug verschwand vom Radarschirm des Fluglotsen in Indianapolis. Trotzdem wurden keine Kampfflugzeuge gestartet, um das Flugzeug zu finden. Um 9.09 Uhr warnte der Fluglotse, dass das Flugzeug in Ohio abgestürzt sein könnte.1 Zudem druckte USA Today später eine Geschichte mit der Aussage: »Ein weiteres Flugzeug verschwindet vom Radar und könnte in Kentucky abgestürzt sein. Die Berichte sind so ernst, dass [FAA-Leiterin Jane] Garvey das Weiße Haus benachrichtigt, dass es einen weiteren Absturz gibt.«2 In jedem Fall war von Flug 77 nichts mehr zu hören oder zumindest – nach der offiziellen Darstellung – bis um 9.25 Uhr.

Um 9.25 Uhr, also 29 Minuten nach dem Verschwinden von Flug 77, warnten Fluglotsen des Flughafens Dulles vor einem schnell fliegenden Flugzeug, das sich dem Weißen Haus zu nähern schien.3 Um 9.27 Uhr wurden Vizepräsident Cheney und Sicherheitsberaterin Condoleeza Rice nach Berichten im Bunker unter dem Weißen Haus darüber informiert, dass ein durch Radar verfolgtes Flugzeug 50 Meilen (80 km) von Washington entfernt wäre und auf sie zusteuerte.4 Um 9.33 Uhr zeigten Radarangaben laut Berichten, wie das Flugzeug den Capitol Beltway passierte und auf das Pentagon zusteuerte, das es um 9.35 Uhr überflog.5 Dann führte das Flugzeug etwa 2000 Meter über dem Boden eine schwierige »Abwärtsspirale aus, durchlief fast einen vollständigen Kreis und stürzte die letzten 2000 Meter in zweieinhalb Minuten abwärts.«6 Zu diesem Zeitpunkt war Verteidigungsminister Rumsfeld laut der offiziellen Darstellung noch nicht über das anfliegende Flugzeuges informiert worden und saß immer noch mit dem Abgeordneten Cox zusammen. Während sie zusammen die Fernsehübertragung zum WTC sahen, demonstrierte Rumsfeld erneut seine prophetischen Fähigkeiten und sagte: »Glauben Sie mir, es ist noch nicht vorbei. Es wird noch einen weiteren Angriff geben, und er könnte uns gelten.« Wenige Augenblicke später, um etwa 9.38 Uhr, wurde das Pentagon getroffen.7 Als Folge des Einschlags und des anschließenden Feuers wurden 125 Mitarbeiter im Pentagon getötet, überwiegend Zivilisten.

Obwohl später am selben Tag gesagt wurde, dass das Flugzeug, das in das Pentagon einschlug, Flug 77 war, also eine Boeing 757, war diese Gleichsetzung nachweislich nicht unmittelbar offensichtlich. Danielle O'Brien, eine Fluglotsin am Flughafen Dulles, die darüber berichtete, dass sie das Flugzeug um 9.25 Uhr gesehen hatte, sagte: »Die Geschwindigkeit, die Wendigkeit, die Art und Weise, wie es Kurven flog, wir alle im Radar-Raum dachten als erfahrene Fluglotsen, dass es ein militärisches Flugzeug war.«8 Ein weiterer Zeuge, der das Flugzeug aus dem 14. Stock von Pentagon City sah, sagte, dass es »in der Lage zu sein schien, acht oder zwölf Personen Platz zu bieten« und »es machte ein schrilles Geräusch wie ein Kampfflugzeug.« 9 Lon Rains, Redakteur bei Space News, sagte: »Ich war überzeugt, es war eine Rakete. Es kam so schnell, es klang überhaupt nicht wie ein Flugzeug.«10 Ein weiterer Zeuge, der es von seinem Auto aus sah, sagte Berichten zufolge, es war »wie eine Cruise Missile mit Flügeln.«11 Nach der offiziellen Darstellung war es jedoch ein viel größeres Flugzeug, eine Boeing 757, noch genauer Flug 77.

Am 11. September wurde diese Verbindung jedoch nur schrittweise hergestellt. Um 10.32 Uhr berichtete ABC News, dass Flug 77 entführt worden war, aber es gab keine Hinweise darauf, dass er nach Washington zurückgekehrt war und das Pentagon getroffen hatte. Fox TV berichtete kurz danach, dass das Pentagon von einem Flugzeug der US-Luftwaffe getroffen worden war.12 Erst irgendwann am Nachmittag wurde allgemein akzeptiert, dass das Flugzeug, das ins Pentagon einschlug, Flug 77 war.

Einige Kritiker der offiziellen Darstellung weisen diese Identifikation zurück. Der Hauptkritiker der offiziellen Darstellung des Anschlag auf das Pentagon ist der bereits erwähnte französische Forscher Thierry Meyssan, Präsident von Réseau Voltaire, das der Guardian im April 2002 als »eine angesehene unabhängige Denkfabrik beschreibt, dessen linksgerichtete Forschungsprojekte bisher als Modelle für Vernünftigkeit und Objektivität betrachtet wurden.«13

Beamte des Pentagons haben, um dies klar zu sagen, Meyssans Theorie denunziert. Auf einer Pressekonferenz des Verteidigungsministeriums am 25. Juni 2002 sagte die Sprecherin Victoria Clarke, als sie über Meyssans Theorie gefragt wurde: »Es gibt keine Frage, es bestehen keine Zweifel, was an diesem Tag passiert ist. Und ich finde es entsetzlich, dass jemand versuchen könnte, diese Art von Mythos zu lancieren. Ich denke, es ist aber auch für jeden entsetzlich, weiterhin dieser Art von Menschen jegliche Art von Öffentlichkeit zu bieten.«14 Es ist verständlich, dass, was auch immer die Wahrheit sein mag, das Pentagon Reporter und andere Menschen davon abhalten möchte, Meyssans Theorie zu überprüfen, indem es diese »entsetzlich« nennt. Meyssan selbst benutzt die gleiche Bezeichnung für die offizielle Theorie und nannte sie »den entsetzlichen Betrug«.15

Allerdings wird das gegenseitige Bezichtigen durch beide Seiten natürlich bei diesem Problem nichts klären. Die Frage sollte sein, welche der konkurrierenden Theorien am besten durch Beweise gestützt wird. Und Meyssans Argumentation liefert zusammen mit denen anderer Kritiker viele Gründe für die Schlussfolgerung, dass es nicht Flug 77 war, der das Pentagon traf. Ich werde fünf dieser Gründe erörtern und dann auf einige weitere Schwierigkeiten für die offizielle Theorie des Anschlags auf das Pentagon hinweisen.

Sind die Quellen der Identifizierung glaubwürdig?

Zusätzlich zur Feststellung, dass die Identifizierung von AA-Flug 77 als das Flugzeug, das ins Pentagon einschlug, erst allmählich gemacht wurde, behauptet Meyssan, dass die ursprünglichen Quellen dieser Identifizierung zweifelhaft sind. Insbesondere weist er darauf hin, dass diese Gleichsetzung auf Aussagen beruht, die bis auf eine alle von Militärpersonal kommen.16 Der erste Schritt in Richtung dieser Gleichsetzung geschah durch eine Erklärung auf der Internetseite des Pentagons, die besagte, dass es von einem »möglicherweise entführten Verkehrsflugzeug getroffen worden war.«17 Später am Nachmittag verbreitete sich die Geschichte, dass dieses Flugzeug Flug 77 war, schnell über die Medien. Die Quelle dieser Geschichte waren, wie die Los Angeles Times berichtete, einige Militärs, die sich anonym äußerten.18 Die Medien begannen auch zu berichten, dass Flug 77, kurz bevor er aus dem Blickfeld verschwand, eine Kehrtwendung machte und zurück in Richtung Washington flog.19 Allerdings, so Meyssan, erhielten die zivilen Fluglotsen laut der offiziellen Darstellung weder Informationen vom Radar noch vom Transponder; somit muss diese »Information« ebenfalls aus militärischen Quellen stammen.20

Die andere Erklärung für die Verbindung von Flug 77 mit dem Anschlag auf das Pentagon wurde von Theodore (»Ted«) Olson gemacht, dem Generalstaatsanwalt des US-Justizministeriums. Er sagte, dass seine Frau Barbara Olson – die bekannte Autorin und TV-Kommentatorin – ihn zweimal von Flug 77 aus angerufen hatte, ungefähr um 9.25 Uhr und 9.30 Uhr. Wie bereits erwähnt, enthalten diese Gespräche nichts, was erkennen lässt, wo sich das Flugzeug befand oder in welche Richtung es flog, aber sie machten klar, dass Flug 77 nicht bereits abgestürzt oder explodiert, sondern entführt worden war. Zumindest könnte Flug 77 also das Flugzeug gewesen sein, das das Pentagon getroffen hat.

Skeptiker dieser Identifizierung weisen darauf hin, dass es mindestens vier Gründe gibt, Ted Olsons Aussage anzuzweifeln. Erstens ist er sehr eng mit der Bush-Regierung verbunden. Er vertrat George W. Bush vor dem Obersten Gerichtshof beim Streit um die Wahlen von 2000, und danach vertrat er Vizepräsident Cheney bei dem Versuch, die Freigabe von Unterlagen seiner Energy-Task-Force an den Ausschuss zu verhindern, der den Enron-Skandal untersuchte. Zweitens hat Olson selbst erklärt, dass es viele Situationen gibt, in denen »Regierungsbeamte ganz legitim einen Grund haben, falsche Informationen herauszugeben.«21 Drittens sind Olsons Aussagen über die Gespräche mit seiner Frau sowohl vage als auch widersprüchlich.22 Viertens wurden bei den anderen Flügen nach Berichten Telefongespräche von mehreren Passagieren und Flugbegleitern getätigt, während Ted Olson die einzige Person ist, die von einem Anruf von Flug 77 berichtete. Dieser letzte Umstand ist besonders merkwürdig in Anbetracht eines späteren Berichts, dass etwa um 9.30 Uhr die Entführer den Passagieren sagten, dass sie alle sterben würden und daher ihre Familien anrufen sollten. Thompson fragt entsprechend: »Warum gibt es angesichts dieser Ankündigung keine Anrufe von diesem Flug außer denen von Barbara Olson?«23 Thompsons Frage ist mit anderen Worten, ob es überhaupt einen Anruf von ihr gab. Diese Frage könnte vermutlich nur durch eine gerichtliche Untersuchung der Telefonaufzeichnungen ihres Netzbetreibers, von American Airlines und des Justizministeriums beantwortet werden. Jedes alternative Szenario, das im Einklang mit dieser Frage stehen soll, müsste natürlich erklären, was aus Barbara Olson wurde, und auch, ob es plausibel ist, dass sich Ted Olson an einem Plan mit einem solchen Ergebnis beteiligte. Diese Frage gehört zu den Problemen, die in Kapitel 9 erwähnt werden und jeglicher Komplizenschaftstheorie gegenüberstehen, »was wirklich geschah.«

Physische Beweise dafür, dass das Pentagon nicht von einer Boeing 757 getroffen wurde

Zusätzlich dazu, dass alle Informationen, die ursprünglich Flug 77 als das Flugzeug identifizieren, das ins Pentagon einschlug, offenbar aus zweifelhaften Quellen kamen, präsentiert Meyssan ein weiteres Argument gegen die Behauptung, dass das Pentagon von einer Boeing 757 wie AA-Flug 77 getroffen wurde, nämlich physisches Beweismaterial. Die wichtigsten dieser Beweise sind Fotos, die unmittelbar nach dem Einschlag aufgenommen wurden. Ein entscheidendes Foto wurde von Tom Horan von der Associated Press aufgenommen, kurz nachdem die Feuerwehr gekommen war, aber bevor sie zum Einsatz kam. (Dieses Foto wird auf Buchumschlag von Meyssans Buch 9/11: The Big Lie [9/11: Die große Lüge] wiedergegeben und ist auch im Internet verfügbar.24) Als dieses Foto geschossen wurde, war der Westflügel der Fassade noch nicht eingestürzt. Ein weiteres, zu diesem Zeitpunkt aufgenommenes Foto zeigt, dass das Loch in der Fassade zwischen 5 und 6 Meter im Durchmesser hatte, was im Widerspruch zu Zeitungsberichten steht, es sei »fünf Stockwerke hoch und ca. 60 Meter breit.«25 Dieses Bild zeigt auch keinen Schaden über dem Loch oder daneben. Und keines der Fotos zeigt irgendein Anzeichen eines Flugzeuges, keinen Rumpf, kein Heck, keine Flügel, keine Triebwerke,26 noch irgendeinen Beweis, dass der Rasen angekratzt wurde.27 Was auch immer das Pentagon getroffen hat, landete einen sauberen Treffer aus der Luft und verschwand vollständig im Inneren.

Wie weit das Flugzeug in das Pentagon vordrang, wird durch ein Foto gezeigt, das später aufgenommen und durch das Pentagon veröffentlicht wurde (außerdem auch auf dem Buchumschlag von Meyssans Pentagate). Dieses Foto zeigt, dass die Innenwand des dritten der fünf Ringe des Pentagons, der als C-Ring bekannt ist, durchgedrungen wurde, was zu einem Loch von etwa zwei Metern im Durchmesser führte. Die Spitze des Flugzeugs durchdrang also sechs Wände, von denen die erste noch zusätzlich verstärkt war.

Dieses fotografische Beweismaterial schafft enorme Probleme für die offizielle Darstellung, wonach der Schaden durch ein Flugzeug der Größe einer Boeing 757 verursacht wurde. Das offensichtlichste Problem ist, dass es keinen Fassadenschaden auf beiden Seiten des Lochs gab, also nur die Spitze einer Boeing 757 eingedrungen sein kann. (Dies lässt sich in einem von Meyssan zur Verfügung gestellten Bild erkennen, in dem die Umrisse einer 757 ein vom Verteidigungsministerium zur Verfügung gestelltes Luftbild des Westflügels des Pentagons überlagert.28) Der Rest des Flugzeugs wäre draußen geblieben. Wie Meyssan kommentiert: »Wir sollten daher in der Lage sein, die Flügel und den Rumpf draußen zu sehen, genauer gesagt auf dem Rasen.« Als Erwiderung könnte man vorschlagen, dass das Flugzeug vielleicht ausgebrannt war, bevor Fotos aufgenommen wurden. Dagegen spricht folgendes, so Meyssan:

Während die Spitze des Flugzeugs, die aus Carbonfasern besteht und die Flügel, die den Treibstoff enthalten, brennen können, ist der Rumpf der Boeing aus Aluminium und die Triebwerke aus Stahl. Nach dem Feuer wäre notwendigerweise ein ausgebranntes Wrack übrig geblieben.29

Tatsächlich ist aber nicht das geringste Anzeichen eines ausgebrannten Wracks auf dem Foto von Tom Horan zu sehen, noch bei den sonstigen Aufnahmen.

Die offizielle Geschichte trägt diesem Problem Rechnung, indem sie behauptet, dass nicht nur die Spitze, sondern das gesamte Flugzeug in das Pentagon eindrang und somit nicht auf den Fotos erscheint.30 Weitere Merkmale des fotografischen Beweismaterials schaffen jedoch unüberwindliche Schwierigkeiten für diese Theorie. Eins dieser Merkmale ist die Tatsache, dass die Öffnung, die durch den Aufprall entstanden ist, wie oben erwähnt höchstens einen Durchmesser von 6 Meter hatte. Ist es nicht absurd zu behaupten, dass eine Boeing 757 solch ein kleines Loch verursacht und dann darin verschwindet? Meyssan weist darauf hin, das das Loch groß genug für die Passagierkabine war, die weniger als vier Meter Breite besitzt. Aber mit den Flügeln hat das Flugzeug eine Breite von 38 Metern. Kann irgendjemand ernsthaft glauben, dass ein 38-Meter breites Flugzeug ein Einschlagsloch von weniger als 6 Metern Breite verursacht und dann darin verschwindet?

Offenbar schon: Einige Verteidiger der offiziellen Darstellung behaupten, dass die Flügel, bevor sie auf die deutlich verstärkte Fassade des Westflügels trafen, sich nach hinten gefaltet hätten, so dass das gesamte Flugzeug innerhalb des Gebäudes verschwand. Eine dieser Verteidigungen behauptet:

Als die Vorderseite der Boeing 757 das Pentagon getroffen hat, klappten die äußeren Teile der Flügel wahrscheinlich während des Aufpralls ein, dann wurden sie wohl in Richtung des Rumpfes nach innen und in das Innere des Gebäudes befördert; die inneren Teile der Flügel durchdrangen wahrscheinlich die Pentagon-Wände mit dem Rest des Flugzeugs. Alle großen Teile der Flügel wurden bei der Explosion oder den nachfolgenden Bränden zerstört.31

Ein Problem mit dieser Erklärung ist natürlich folgendes: nachdem die Vorwärtsbewegung des Flugzeugs plötzlich vermindert wurde, als die Spitze auf das Pentagon traf, hätten sich die Flügel nicht nach hinten gefaltet. Falls nicht die Gesetze der kinetischen Energie kurzzeitig außer Kraft gesetzt waren, weißt Meyssan darauf hin, »wären die Flügel nach vorne geschleudert worden, nicht nach hinten.«32

Hinzu kommt, dass bei einer Boeing 757 die Stahltriebwerke an den Flügel befestigt sind, so dass die Flügel die Fassade mit großer Wucht getroffen hätten. Und doch zeigen die Fotos vor dem Zusammenbruch der Fassade, wie wir gesehen haben, keine sichtbaren Schäden an der Fassade auf beiden Seiten der Öffnung, also dort, wo die Triebwerke das Gebäude getroffen hätten.

Und selbst wenn dieses Problem nicht als entscheidend genug erachtet wird, ergibt sich aufgrund des großes Heckteil der Boeing 757 ein noch unüberwindbareres Problem: die Fotos zeigen deutlich eine völlig intakte, sogar unberührte Fassade oberhalb der Öffnung. Wie Meyssan sagt, wenn das Heckteil in Betracht gezogen wird, ist eine 757 etwa 12 Meter hoch. Also, falls man nicht behaupten will, dass sich das Heck pflichtgemäß duckte, bevor es eindrang, beweist die Tatsache, dass die Fassade oberhalb der Öffnung völlig intakt war, dass es sich nicht um eine Boeing 757 handelte, die in den Westflügel des Pentagons flog. Zur Unterstützung zitiert Meyssan den französischen Unfallermittler Francois Grangier wie folgt: »Was sicher ist, wenn man sich das Foto dieser Fassade ansieht, die intakt geblieben ist, ist, dass das Flugzeug offensichtlich nicht hineingeflogen ist.«33

Das allgemeinere Problem ist, dass was auch immer das Pentagon getroffen hat, es einfach nicht annähernd genug Zerstörung verursachte, um die offizielle Geschichte wahr sein zu lassen. Abgesehen von ihrer Größe und ihrer Spannweite wiegt eine 757 über 100 Tonnen. Mit einer Geschwindigkeit von 400 bis 700 Kilometer pro Stunde hätte sie eine enorme Verwüstung verursacht. Und doch, wie ein von dem Verteidigungsministerium herausgegebenes Foto selber zeigt, »zerstörte das Flugzeug nur den ersten Gebäudering.«34 Der zweite und dritte Ring wurde nur von einem Luftfahrzeug durchstoßen, das so klein war, dass es ein Loch von nur ca. zwei Metern Durchmesser erzeugte.

Während das Flugzeug, dass das Pentagon getroffen hat, zu wenig verursachte, um eine Boeing 757 gewesen zu sein, weist die zuletzt erwähnte Tatsache über dem Loch in der Innenwand des C-Rings für Meyssan darauf hin, dass es auch zu viel verursachte. Die Spitze einer Boeing, die das elektronische Navigationssystem enthält, besteht aus Carbonfasern statt aus Metall. Weil solch eine Spitze »äußerst fragil« ist, sagt Meyssan, kann sie nicht durch drei Ringe des Pentagons gegangen sein und ein zwei Meter breites Austrittsloch in der Innenwand des dritten Rings erzeugt haben. Die Spitze einer Boeing wäre »eher zerschmettert, als dass sie etwas durchstoßen hätte.« Was nach Meyssan ein solches Loch erzeugt haben könnte, ist die Spitze einer Rakete.

Bestimmte Raketen sind speziell dafür konzipiert, einen durchdringenden Effekt zu haben. Diese Raketen sind mit abgereichertem Uran beschwert, einem extrem dichten Metall, das sich bei geringster Reibung erhitzt und das Durchdringen erleichtert. Diese Raketen werden insbesondere eingesetzt, um Bunker zu brechen. Ein Flugzeug stürzt ab und zerschellt. Eine Rakete dieses Typs durchbohrt.35

Und genau das ist, was die Bilder zeigen – das Pentagon wurde eher durchbohrt als zerschmettert.

Wie auch immer, die Vorstellung, dass das Pentagon eher von einer Rakete als von einem Flugzeug getroffen wurde, wird durch ein weiteres Merkmal der Fotos unterstützt, nämlich die Art des Feuers, die sie dokumentieren. Fotos von Kohlenwasserstoffbränden, wie die durch Treibstoff produzierten Feuer in den Zwillingstürmen, zeigen gelbe Flammen, vermischt mit schwarzem Rauch. Aber Fotos des Pentagonfeuers zeigen eine rote Flamme, was auf die Art des Feuers hinweist, das durch den oben beschrieben Raketentyp erzeugt wird – ein viel heißeres und unmittelbareres Feuer.36 Meyssan schlägt vor, dass das Pentagon von »einer Rakete vom AGM-Typ der neuesten Generation getroffen wurde, ausgestattet mit einer Hohlladung und einer Spitze aus abgereichertem Uran«, und sagt, dass eine Rakete dieses Typs »ein unmittelbares Feuer erzeugen kann, das eine Hitze von mehr als 2000° Celsius abgibt« – und dies entspricht dem Feuer, das im Pentagon ausbrach:

Beim Durchqueren des ersten Rings des Pentagons, verursachte das Flugzeug ein Feuer, das so gigantisch wie plötzlich war. Immense Flammen kamen aus dem Gebäude und züngelten an den Fassaden. Sie zogen sich genauso schnell wieder zurück und hinterließen eine Wolke aus schwarzem Ruß.37

Insgesamt liefern die fotografischen Beweise mehrere Gründe, um zu dem Schluss zu gelangen, dass das Pentagon nicht von einem Boeing-Passagierflugzeug getroffen wurde, sondern stattdessen von einer militärischen Rakete.

Diese Schlussfolgerung aus dem fotografischen Beweismaterial bekommt dadurch zusätzliche Unterstützung, dass das Fluggerät, das auf das Pentagon zuflog, nicht durch vor Ort stationierte Flugabwehrraketen abgeschossen wurde. Obwohl einige Nachrichtenberichte vermeldet haben, dass das Pentagon, im Gegensatz zum Weißen Haus, keine solchen Raketen besitze, wird das Pentagon in Wirklichkeit, wie Meyssan klarstellt, durch »fünf extrem hochentwickelte Raketenabwehr-Batterien geschützt.«38 Selbst wenn Pentagonbeamte behaupten, dass sie keine Ahnung hatten, dass sich ein Flugzeug näherte, wurde, wie wir bereits gesehen haben, um 9.25 Uhr ein nicht identifiziertes Flugzeug gemeldet, das in diese Richtung raste. Meyssan sagt:

Im Gegensatz zu den Behauptungen des Pentagons wusste das Militär also ganz genau, dass ein unidentifiziertes Flugzeug geradewegs auf die Hauptstadt zusteuerte. Und doch reagierte das Militär nicht und die Anti-Raketen-Batterien des Pentagons funktionieren nicht. Warum? Die Luftabwehr des Nahbereichs des Pentagons ist dafür konzipiert, sich nähernde Raketen zu zerstören. Einer Rakete sollte es normalerweise nicht gelingen zu passieren. Eine große Boeing 757-200 sollte überhaupt keine Chance haben. Ob es nun ein Flugzeug oder eine Rakete war, es muss eine Erklärung gefunden werden.

Meyssan schlägt dann eine Hypothese vor, die dieser Anomalie Rechnung tragen könnte:

Jedes militärische Flugzeug besitzt tatsächlich einen Transponder, der … es ihm ermöglicht, sich gegenüber dem Besitzer [eines Überwachungssystems] als Freund oder Feind darzustellen. … Eine Raketenabwehrbatterie wird nicht … auf den Flug einer Freund-Rakete reagieren. Es ist nicht unmöglich, dass es das war, was am Pentagon am 11. September 2001 passierte.39

Meyssans Hypothese könnte auch eine Frage beantworten, die durch Berichte aufgeworfen wurde, nachdem das Flugzeug bei seinem bogenförmigen Anflug auf das Pentagon dem Weißen Hauses sehr nah kam – nämlich, warum es nicht vom Raketensystem des Weißen Hauses abgeschossen wurde.40

Angesichts dieser Erwägungen kann genau die Tatsache, dass das Fluggerät, das das Pentagon traf, nicht von den Raketen des Pentagons (und des Weißen Hauses) abgeschossen wurde, als physischer Beweis gegen die Behauptung angesehen werden, dass dieses Fluggerät ein Passagierflugzeug war.

Weitere physische Beweise werden durch die einfache Tatsache geliefert, dass es offenbar keine Reste einer Boeing 757 an der Absturzstelle gab. Wie wir gesehen haben, ist die Erklärung dafür, warum keine solchen Überreste auf den Fotos zu sehen sind, dass das gesamte Flugzeug in das Pentagon eindrang. Wenn dies so passiert ist (mal abgesehen davon, ob dies auch nur im entferntesten plausibel ist), sollten im Pentagon ein ausgebranntes Wrack oder zumindest einige identifizierbare Überreste des Flugzeugs gefunden werden, nachdem das Feuer gelöscht war. Aber dies war offenbar nicht der Fall.

Bei einem Pentagon-Briefing am 12. September wurde Ed Plaugher, der Leiter der Bezirksfeuerwehr, der für das Löschen des Feuers im Pentagon verantwortlich war, gefragt, ob irgendetwas vom Flugzeug übrigblieb. Er sagte, es gebe »einige kleine Stücke … aber keine großen Teile. … Hier gibt es keine Rumpfteile oder so etwas.«41 Laut Plaughers Zeugenaussage am Tag nach dem Feuer gab es also keinen Rumpf noch andere große Stücke wie die Triebwerke. Seine Aussage wurde außerdem implizit durch das Verteidigungsministerium bestätigt, insofern die einzigen Teile von Flug 77, deren Fund es bekannt gab – also abgesehen von nicht identifizierbaren Fragmenten (die, worauf Meyssan hinweist, »von etwas ganz anderem stammen könnten«) – ein Blinklicht und die beiden Flugschreiber waren. Diese »Black Boxes« sollen außerdem um etwa 4 Uhr morgens gefunden worden sein, was Kritiker der offiziellen Geschichte verdächtig finden.42 Plaughers Aussage wurde des Weiteren auf einer Pressekonferenz des Pentagons am 15. September bestätigt. Als Terry Mitchell nach Überresten für das Flugzeug gefragt wurde, sagte er, dass nur »kleine Teile« zu sehen wären. Lee Evey, der Leiter der Renovierung, sagte, dass die Beweise für das Flugzeug »nicht gut sichtbar sind. … Keines dieser Teile ist sehr groß. … Man sieht keine großes Teile des Flugzeugs, die in die Luft ragen.«43

Wie passt diese Aussage zur Vorstellung, dass das Pentagon von einer Boeing 757 getroffen wurde? Der Rumpf des Flugzeugs ist aus Aluminium gefertigt, das in einem gewöhnlichen Kohlenwasserstoff-Feuer nicht schmilzt. Seine Triebwerke sind aus gehärtetem Stahl, der normalerweise genauso wenig schmilzt. Und doch lautet die mehr oder weniger offizielle Geschichte, dass das Feuer so heiß war, dass all dieses Metall nicht nur geschmolzen, sondern sogar verdampft war.44 Ist dies glaubwürdig? Erstens stellt sich, wenn das Feuer so heiß war, die Frage, wie die oberen Etagen des Pentagon überlebten. Zweitens, warum wurde das Feuer so heiß, wenn es ein Kohlenwasserstoff-Feuer war? Drittens, selbst wenn es etwas bei dem Absturz gab, das diesen Kohlenwasserstoffbrand besonders heiß machte – heiß genug, um die roten Flammen und andere, auf den Fotos gezeigten Effekte zu produzieren – würde ein solch heißes Feuer Aluminium und Stahl verdampfen? Wenn die offizielle Geschichte auf dieser Darstellung der Gesetze der Physik beruht, ist das wichtig genug, um ein Experiment durchzuführen, um diese Hypothese zu überprüfen. Und dies könnte leicht bewerkstelligt werden, indem man eine ausgemusterte Boeing 757 benutzt.

Selbst wenn man annimt, dass es ein solcher Test erfolgreich sein könnte, gibt es aber eine weitere Bedingung, die er erfüllen müsste. Zumindest gemäß einer Version der offiziellen Geschichte waren die Behörden in der Lage, die Opfer des Absturzes aufgrund ihrer Fingerabdrücke zu identifizieren.45 Um also Unterstützung für die offizielle Darstellung bieten zu können, müsste das Feuer heiß genug gewesen sein, um Aluminium und Stahl zu verdampfen, aber kalt genug, um menschliches Fleisch intakt zu lassen. Dies wäre natürlich unmöglich, weswegen Meyssan erstaunt ist, dass das Pentagon offensichtlich diese beiden Behauptungen treffen konnte, ohne Angst davor zu haben, sich lächerlich zu machen.46

In jedem Fall ist ein solcher Test nicht mehr notwendig, weil, wie auch bei den anderen Merkmalen der offiziellen Version des 11. September, auch diesmal eine zweite Version entwickelt wurde. Wie Meyssan berichtete, behauptete das FBI sechs Monate später, im April 2002, dass genug von der Boeing 757 für eine fast vollständige Rekonstruktion geborgen wurde. Ein FBI-Sprecher, Chris Murray, wurde mit den Worten zitiert: »Die Teile des Flugzeugs sind in einem Lager bevorratet und sie tragen die Seriennummern von Flug 77.«47 Darüber hinaus wurde einen Monat später diese neue Version der offiziellen Darstellung von Ed Plaugher unterstützt, der sich nun daran erinnert, dass er, als er am Tatort eintraf, folgendes gesehen hatte: »Teile des Rumpfes, der Flügel, des Fahrwerks, Teile der Triebwerke, Sitze« Er fügte hinzu: »Ich kann Ihnen schwören, es war ein Flugzeug.« Er selbst behauptete einen Flugschreiber gesehen zu haben – und widersprach damit versehentlich der Aussage des Pentagons, dass die Flugschreiber nicht vor 4 Uhr früh drei Tage später gefunden wurden.48

Es scheint, als könnten US-Beamte diese neue Version des Schicksals von Flug 77 bestätigen, indem sie einfach Reportern und Mitgliedern der Unabhängigen 9/11-Kommission das Lager mit den ganzen geborgenen Teilen zeigen. Dennoch würde dieser Beweis höchstens nur zeigen, dass ein Großteil des Flugzeuges geborgen wurde. Es würde uns nicht sagen, dass es aus dem Pentagon geborgen wurde – und nicht in Ohio, Kentucky oder irgendwo anders. Es ist daher nicht möglich, diese Theorie mit Verweis auf physisches Beweismaterial und Ed Plaughers verbessertes Gedächtnis zu bestätigen. Darüber hinaus befindet sich diese neue Version im Konflikt mit Plaughers Aussage am 12. September und ebenso im Konflikt mit den Aussagen von Timothy Mitchell und Lee Evey am 15. September. Wenn sich große Teile des Flugzeuges, wie die Motoren, der Rumpf und das Heck im Pentagon befanden, warum haben diese Männer sie nicht gesehen? Warum hat Evey keine »großen Teile des Flugzeugs gesehen, die in die Luft ragen?« Und warum haben unsere Reporter solch offensichtlichen Fragen nicht gestellt?

Meyssans Behauptung, dass das, was das Pentagon getroffen hat, etwas anderes war als Flug 77, wird, wie wir gesehen haben, durch erhebliche physische Beweise gestützt. Diese Behauptung erhält zusätzliche Unterstützung durch zwei weitere von Paul Thompson berichtete Tatsachen. Als die Mitschriften der Flugkontrolle für die Flugzeuge des 11. September schließlich am 16. Oktober veröffentlicht wurden, »endet die von Flug 77 mindestens 20 Minuten, bevor es abstürzt.«49 Obwohl es mehr als eine mögliche Erklärung für diese Tatsache gibt, ist eine dieser Erklärungen, dass Regierungsbeamte nicht wollten, dass die Presse und die Öffentlichkeit hören, was tatsächlich in den letzten 20 Minuten von Flug 77 passiert ist. Die zweite Tatsache ist die Existenz einer Nachrichtenmeldung, dass

ein Mitarbeiter einer Tankstelle auf der dem Pentagon gegenüberliegenden Straßenseite, die nur militärisches Personal bedient, sagt, dass die Überwachungskameras der Tankstelle den Augenblick des Aufpralls aufgenommen haben müssten. Allerdings sagt er: "Ich habe niemals gesehen, wie die Bilder aussahen. Das FBI war innerhalb von Minuten hier und nahm den Film an sich."50

Dieser Bericht, soweit er stimmt – und man könnte vermutlich einfach den Mitarbeiter José Velasquez interviewen – weist darauf hin, dass das FBI wusste, dass ein Flugzeug in das Pentagon stürzen würde. Wie sonst kann man erklären, dass sie dort »innerhalb von Minuten« ankamen? Und von noch mehr Belang für unser Thema ist, dass FBI-Beamten befürchteten, dass die Überwachungskameras der Tankstelle vielleicht etwas von den Absturzstelle aufgenommen hatten, von dem sie nicht wollten, dass die Presse oder die Öffentlichkeit es sehen: dies könnte die Tatsache sein, dass das Pentagon von einem militärischen Fluggerät getroffen wurde und nicht von einem Verkehrsflugzeug. Wenn hingegen die Kamerabilder die Behauptungen der Regierung unterstützen, würden wir erwarten, dass die Regierung diese Bilder öffentlich macht. Also weisen diese beiden Geschichten, die zwar keine physischen Beweise darstellen, darauf hin, dass es Beweismaterial gibt (oder zumindest gab), das die offizielle Darstellung zusätzlich untergraben würde.

Was ist mit den berichteten Sichtungen des American Airlines-Flugzeugs?

Während die physischen Beweise stark gegen die offizielle Theorie sprechen und stattdessen die Raketentheorie unterstützen, stützen sich Befürworter der offiziellen Theorie in erster Linie auf Berichte, nach denen mehrere Augenzeugen gesehen haben, wie ein American Airlines-Flugzeug das Pentagon getroffen hat. Zum Beispiel schrieb jemand, der die Sichtweise entlarven will, dass das Pentagon nicht von einer Boeing 757 getroffen wurde, in der Sunday Times: »Der Todesstoß gegen diese Verschwörung ist, dass mehrere Zeugen gesehen haben, wie das Flugzeug das Gebäude getroffen hat.« 51 Wie können die Kritiker der offiziellen Darstellung ihre revisionistische Darstellung mit der Tatsache in Einklang bringen, dass es diese Berichte gibt? Dazu scheint es vier Hauptansätze zu geben.

Ein Ansatz beruht auf dem üblichen forensischen Standpunkt, dass bei einem Konflikt zwischen physischen Beweisen und Zeugenaussagen die physischen Beweise in der Regel, wenn ihre Echtheit bestätigt ist, mehr Gewicht besitzen. Wenn die Staatsanwaltschaft in einem Strafverfahren einen klaren Fall aufgrund von materiellen Beweisen präsentiert, kann der Verteidiger nur selten darauf hoffen, diesem Fall einen »Todesstoß« zu versetzen, indem er einfach Zeugenaussagen für das Gegenteil vorlegt. Dies liegt daran, dass menschliche Zeugenaussagen aus allen Arten von Gründen falsch sein können, wie Sinnestäuschung, fehlerhaften Erinnerungen oder unumwundenen Lügen (vielleicht wegen Bestechung oder Einschüchterung). Dementsprechend wird jede angebliche Zeugenaussage, die dem materiellen Beweismaterial widerspricht, wegerklärt.

Meyssan wendet diesen Ansatz an. Die Behauptungen von Zeugen, ein Flugzeug von American Airlines gesehen zu haben, kann, wie er meint, mit Bezug auf die Dynamik der sozialen Psychologie der Wahrnehmung und des Gedächtnisses wie folgt erklärt werden: Menschen »sehen« oft, was sie erwarten zu sehen, oder »erinnern sich« gesehen zu haben, was von ihnen erwartet wird. Angesichts der Tatsache, dass die Zeugen Bilder oder Berichte über Verkehrsflugzeuge gesehen und gehört haben, die das WTC trafen, und später mitbekamen, dass es eine Boeing 757 von American Airlines war, die das Pentagon traf, ist es nicht verwunderlich, dass einige Leute berichten würden, gesehen zu haben, wie ein Flugzeug auf das Pentagon zuflog, auch wenn das tatsächliche Fluggerät etwas ganz anderes war.52

Meyssan kombiniert diesen Ansatz mit einem zweiten, der darauf hinweist, dass es auch mehrere Berichte von Augenzeugen gab, die sagten, dass das Flugzeug aussah und/oder klang wie eine Rakete oder ein Militärflugzeug. Lassen Sie mich beispielsweise an die Zeugenaussage von Dulles-Fluglotsin Danielle O'Brien erinnern, die aussagte, dass alle erfahrenen Fluglotsen im Raum dachten, dass es ein militärisches Flugzeug sei, und an den Zeugen, der aussagte, dass es »in der Lage zu sein schien, acht oder zwölf Personen zu transportieren« und »ein schrilles Geräusch wie ein Kampfflugzeug machte« (siehe Seite 26). Neben dem Zitieren dieser und anderer Aussagen von Augenzeugen weist Meyssan darauf hin, dass ein AGM-Typ-Flugkörper »aussieht wie ein kleines ziviles Flugzeug« und »ein pfeifendes Geräusch ähnlich eines Kampfflugzeugs erzeugt.« Auf dieser Grundlage sieht er jene, die ein militärisches Flugzeug sahen, als Zeugen im Sinne der Raketen-Theorie an.53

Dadurch, dass die Augenzeugen, die die offizielle Theorie unterstützen, zumindest teilweise durch Augenzeugen, die die Raketen-Theorie unterstützen, ausgeglichen werden, kann Meyssan schließlich davon ausgehen, dass wir die letzteren Zeugen ernster nehmen sollten: Wenn das, was das Pentagon getroffen hat, eine Rakete war, ist die Tatsache, dass mehrere Leute behaupten, ein Verkehrsflugzeug gesehen zu haben, nicht verwunderlich, angesichts der Dynamik der Psychologie der Wahrnehmung und des Gedächtnisses. Aber wenn das, was das Pentagon getroffen hat, eine Boeing 757 war, wäre es sehr überraschend, Berichte zu finden – insbesondere von Zeugen mit geschulten Augen und Ohren – die behaupten, angeblich eine Rakete oder ein kleines militärisches Flugzeug gesehen zu haben. Den Berichten, die besagen, eine Rakete oder ein kleines Militärflugzeug gesehen zu haben, muss folglich mehr Gewicht gegeben werden. Richtig interpretiert, so Meyssan, widersprechen die Zeugenaussagen der Raketentheorie also nicht, sondern unterstützen sie stattdessen.

Es gibt allerdings noch einen dritten Weg, um die physischen Beweise und die Berichte der Augenzeugen, die die offizielle Theorie unterstützen, miteinander in Einklang zu bringen. Anstatt diese Berichte unter Berufung auf die Psychologie der Wahrnehmung und Erinnerung wegzuerklären, könnte man die Berichte selbst genauer zu betrachten, um zu sehen, ob die Leute tatsächlich sagten, was sie laut den Berichten gesagt haben. Dieser Ansatz wird von Gerard Holmgren unternommen. Holmgren beginnt mit 19 Berichten, die gemäß der Internetseite 'Urban Legends' Zeugenaussagen sind und aussagen, dass ein American Airlines-Flugzeug das Pentagon getroffen hat.54 Er findet zunächst heraus, dass eine Mehrzahl der aufgeführten Zeugen in Wirklichkeit nicht behauptet, gesehen zu haben, dass das Pentagon von einem Linienflugzeug getroffen wurde. Stattdessen ist das, »was sie behaupteten, gesehen zu haben, ein Flugzeug, das viel zu niedrig geflogen ist, und dann unmittelbar Rauch oder eine Explosion aus Richtung des Pentagons, das zum Zeitpunkt der Kollision außer Sichtweite lag.« (Obwohl dieser Unterschied auf den ersten Blick zu kleinlich erscheint, wären diese Zeugenaussagen mit der Zwei-Flugzeug-These vereinbar, die später erörtert wird.) Bei den anderen Zeugen fand Holmgren ein oder mehrere der folgenden Probleme: die angeblichen Zeugen konnten nicht identifiziert werden; die Behauptung, dass die Zeugen ein American Airlines-Flugzeug gesehen hatten, wurde vom Reporter hinzugefügt, oder ein Zeuge, der zunächst behauptete, gesehen zu haben, dass ein American Airlines-Flugzeug das Pentagon getroffen hatte, zog die Behauptung bei der Vernehmung wieder zurück – wie dies bei Mike Walter von USA Today geschah, als er auf CBS von Bryant Gumbel interviewt wurde.55 »Was zunächst als 19 Augenzeugenberichte erschien«, so Holmgrens Schluss, »erwies sich tatsächlich als kein einziger.«

Nachfolgend fand Holmgren bei zehn weiteren Berichten heraus, die zunächst Zeugenaussagen zu bieten schienen, dass sie alle unter ähnlichen Problemen litten. Seine Bemühungen führten Holmgren zu folgendem Fazit:

Meine Schlussfolgerung ist, dass es keinen einzigen Augenzeugen-Beweis für die Theorie gibt, dass Flug 77 das Pentagon getroffen hat, es sei denn, meine Suche hat etwas ganz Wesentliches übersehen. Angesichts der Aussagekraft des fotografischen Beweismaterials dafür, dass was auch immer das Pentagon getroffen hat, unmöglich Flug 77 gewesen sein kann, kann ich mit viel Zuversicht keinen Grund finden, nicht diese Schlussfolgerung zu ziehen, solange bis keine gegenteiligen Beweise vorgebracht werden.56

Schließlich gibt es ist eine vierte Möglichkeit, die physischen Beweise und die Zeugenaussagen in Einklang zu bringen – einen Weg, der sogar einen noch weniger skeptischen Ansatz zu den Zeugenaussagen erlaubt, die scheinbar die offizielle Theorie stützen. Dieser Ansatz geht von der Hypothese aus, dass es zwei Flugzeuge gab, die in Richtung Pentagon flogen. Nach dieser Zwei-Flugzeug-These hatten beide Gruppen von Augenzeugen recht – diejenigen, die berichteten, etwas gesehen zu haben, das wie eine Rakete oder ein kleines Militärflugzeug ausgesehen hat und diejenigen, die berichtet haben, ein Linien-Flugzeug (das sie speziell als ein Flugzeug von American Airlines identifiziert haben könnten) gesehen zu haben. Dick Eastman, der diese sowohl/als auch-Position entwickelte, sagt, dass sich die Augenzeugen in drei Gruppen aufteilen: (1) diejenigen, die aussagen, »ein glänzendes Flugzeug, mit roten und blauen Markierungen und zwei Motoren gesehen zu haben, das leise und tief, also etwa 30 bis 60 Meter über dem Boden flog«, (2) diejenigen, die berichteten, ein Flugzeug »auf Baumwipfel-Höhe« gesehen zu haben, »die ganze Zeit "etwa 6 Meter hoch", das in perfektem Tiefflug Laternenmasten traf … mit brüllenden Motoren beschleunigte, kleiner als ein mittelgroßes Flugzeug« und (3) solche, wie Kelly Knowles, die in einer Wohnung ca. drei Kilometer entfernt »zwei Flugzeuge in Richtung Pentagon fliegen sah, eines davon abdrehend, als das andere abstürzte.« Eastmans Analyse kann ebenso die Aussagen jener Zeugen, die Merkmale der ersten beiden Kategorien kombinieren durch die Annahme erklären, dass sie das American Airlines-Flugzeug sahen, während sie das Militärflugzeug hörten. Eastmans Argument ist jedenfalls, dass auf dieses Weise die meisten Aussagen der meisten Zeugen als zutreffend angesehen werden können, aber dass die einzigen Zeugen, die die volle Wahrheit gesagt haben, die der dritten Kategorie sind – diejenigen, die ausgesagt haben, zwei Flugzeuge gesehen zu haben.

Eastmans Theorie ist in anderen Worten, dass ein American Airlines-Flugzeug auf eine aufmerksamkeitserregende Show geschickt wurde, um alle Blicke auf sich zu ziehen. Dann flog es in Richtung Pentagon, während das militärische Fluggerät in die gleiche Richtung flog – für die meisten Zeugen zu nah am Boden, um es zu sehen, selbst wenn sie nicht vom Flugzeug abgelenkt waren. Dann drehte das Flugzeug in der letzten Sekunde ab und verschwand hinter der riesigen durch den Absturz produzierten Rauchwolke. Es landete dann unbemerkt am Reagan National Airport, der nur eine Meile in Flugrichtung liegt.57

Diese vier Ansätze schließen sich nicht gegenseitig aus. Obwohl Eastman und Holmgren von verschiedenen Ansätzen ausgehen, lassen sie sich tatsächlich als gegenseitig unterstützend ansehen. Holmgrens wichtigster Punkt ist ja, dass die meisten Augenzeugen, die anscheinend behaupteten, dass ein American-Airlines-Passagierflugzeug das Pentagon getroffen hat, lediglich behaupteten, gesehen zu haben, dass es sehr nahe an das Pentagon herankam. Eastmans Zwei-Flugzeug-Hypothese erklärt, warum diese Unterscheidung wichtig sein kann, und bietet auch eine Versöhnung aller Zeugenaussagen zu einem Flugzeug von American Airlines mit dem physischen Beweismaterial, dass das Pentagon nicht von einem solchen Flugzeug getroffen wurde. Weiterhin können die beiden Ansätze Meyssans durch die Kombination mit Eastmans Ansatz, Holmgrens Ansatz oder einem Eastman-Holmgren-Ansatz gestärkt werden.58

Für unsere jetzige Argumentation ist es nicht notwendig, zu entscheiden, was die Wahrheit der Sache ist. Der Aufgabe dieser Besprechung war einfach aufzuzeigen, dass die simple Vermutung, dass die vermutete Rolle eines militärischen Fluggeräts durch Zeugenaussagen widerlegt wird, weit von der Wahrheit entfernt ist. Nachdem dies geklärt ist, wende ich mich nun wieder der Liste der Gründe für die Annahme zu, dass das Flugzeug, das ins Pentagon stürzte, nicht Flug 77 war. Die ersten beiden Gründe waren, dies zur Erinnerung, dass die Identifizierung auf zweifelhaften Quellen beruht und dass sie unvereinbar mit den physischen Beweisen ist.

Warum sollten Terroristen den Westflügel treffen?

Eine dritte Tatsache, die beim Pentagon-Einschlag daraufhin deutet, dass er nicht durch die Entführer von Flug 77 verursacht wurde, ist der Ort des Einschlags. Angenommen, dass Terroristen, die die Kontrolle über eine Boeing 757 haben, sicher sein wollten, ihr Ziel zu treffen, warum sollten sie auf eine der Fassaden zielen, die nur 24 Meter hoch ist, wenn sie einfach in das Dach eintauchten können, das eine Fläche von mehr als 11 Hektar umfasst? Noch wichtiger ist, dass man davon ausgehen kann, dass sie so viel Schaden am Pentagon wie möglich verursachen und so viele Mitarbeiter wie möglich töten wollten – auch diese Ziele hätten das Dach zum logischen Ziel gemacht.59 Selbst wenn es eine Antwort auf diese Frage gäbe, warum treffen sie dann den Westflügel des Pentagons, genau den Teil, der gerade renoviert wurde? Die Los Angeles Times berichtete:

Es war der einzige Bereich des Pentagons mit einer Sprinkleranlage und der mit einem Netz aus Stahlstützen und -trägern [und explosionssicheren Fenstern] ausgebaut worden war, um Bombenanschlägen standzuhalten … Während normalerweise vielleicht 4500 Menschen in den wichtigsten Bereichen gearbeitet hätten, waren wegen der Umbauarbeiten nur etwa 800 anwesend.60

Man sollte auch annehmen, dass Terroristen besonders daran interessiert wären, die obersten zivilen und militärischen Führer des Pentagons zu töten, wobei der Angriff auf den Westflügel keinen von ihnen tötete.61 Die meisten Opfer waren Zivilisten, von denen viele an der Renovierung gearbeitet hatten, und »unter den militärischen Opfern befand sich nur ein General.«62 Wenn das Pentagon durch eine von Terroristen geflogene Boeing 757 getroffen wurde, warum sollten sie den Westflügel anvisieren, wo der Einschlag die geringsten statt den größten Auswirkungen hatte? Die Kraft dieser Frage wird durch die Tatsache verstärkt, dass die gemeldeten Radardaten zeigen, dass das Flugzeug wegen seiner Flugbahn nur deshalb in der Lage war, den Westflügel zu treffen, indem es eine sehr schwierige Abwärtsspirale ausführte.63 Mit anderen Worten, es war in Wirklichkeit technisch schwierig, dem Pentagon so wenig Schaden zuzufügen wie geschehen.

Könnte ein unerfahrener Pilot das Flugzeug geflogen haben?

Diese Abwärtsspirale war so schwierig und so perfekt ausgeführt, dass es ein viertes Argument gegen die offizielle Darstellung aufwirft. Dieses Argument ist, dass kein Pilot mit der minimalen Ausbildung, die die Entführer nachweislich hatten, dieses Manöver ausgeführt haben könnte.64 In Bezug auf dieses Thema zitiert Ahmed den Militärexperten Stan Goff, der beschreibt, was er für die »totale Krönung« der offiziellen Darstellung hält:

Sie wollen uns glauben machen, dass ein Pilot, der in einer Schule für Kleinflugzeuge in Florida auf Piper Cubs und Cessnas trainiert wurde, eine souveräne Abwärtsspirale ausführt, die letzten 2000 Meter in 2½ Minuten absinkt und das Flugzeug so niedrig und flach herunterbringt, dass es die elektrischen Leitungen auf der anderen Straßenseite des Pentagons durchschneidet und dann mit höchster Genauigkeit und 850 km/h in die Seite des Gebäudes fliegt. … Als die Theorie, dass man in einer Schule für Kleinflugzeuge so gut Fliegen lernen, an Boden zu verlieren begann, wurde hinzugefügt, dass sie zusätzlich Training in einem Flugsimulator hatten. Das ist, als wenn man sagt, dass jemand sein Kind für seine erste Fahrt auf der Interstate 40 in der Hauptverkehrszeit vorbereiten will, indem er seinem Kind ein Video-Spiel kauft.65

Dieses Argument wird zusätzlich durch die Tatsache verstärkt, dass Hani Hanjour, der Mann, der angeblich der Pilot gewesen sein soll, nachweislich nicht nur ein Amateur war, sondern auch ein besonders inkompetenter. Ein Bericht in der New York Times:

Mitarbeiter charakterisierten Mr. Hanjour als höflich, sanftmütig und sehr ruhig. Aber, wie ein ehemaliger Mitarbeiter sagte, hielten ihn alle für einen äußerst schlechten Piloten. "Ich bin bis heute erstaunt, dass er in das Pentagon fliegen konnte", sagte der ehemalige Mitarbeiter. "Er konnte überhaupt nicht fliegen."

Und ein Bericht auf CBS News:

Monate bevor Hani Hanjour angeblich einen American Airlines-Jet in das Pentagon geflogen haben soll, meldeten Manager einer Flugschule in Arizona ihn mindestens fünfmal bei der Bundesluftfahrtbehörde FAA. Sie meldeten ihn nicht, weil sie befürchteten, er sei ein Terrorist, sondern weil sein Englisch und seine Flugkünste so schlecht waren. … Sie glaubte nicht, dass er seinen Pilotenschein behalten würde. "Ich konnte nicht glauben, dass er mit diesen Fähigkeiten eine kommerzielle Fluglizenz jeglicher Art haben sollte", sagte Peggy Chevrette, Managerin der Flugschule in Arizona.66

Wie könnte irgendjemand glauben, dass dieser Pilot ein so perfektes Manöver ausführen konnte, wie das des Flugzeugs, das ins Pentagon einschlug?

Kann Flug 77 wirklich für eine halbe Stunde verloren gewesen sein?

Ein fünftes Problem für die offizielle Darstellung ist, dass Flug 77 29 Minuten lang in Richtung Washington flog, ohne von einem Radarsystem entdeckt zu werden. Ein Pentagon-Sprecher sagte Berichten zufolge: »Das Pentagon war sich einfach nicht bewusst, dass dieses Flugzeug auf dem Weg zu uns war.«67 Thompson fragt rhetorisch: »Ist es denkbar, dass ein Flugzeug [für so lange Zeit] im US-Luftraum verloren gehen konnte?«68 Selbst wenn die lokalen Fluglotsen nicht die Art Radarsysteme gehabt hätten, die ein Flugzeug mit ausgeschaltetem Transponder aufspüren konnten, wie sie behaupten,69 so wäre das FAA-System sicherlich in der Lage gewesen, die Flugbahn nach Washington zurückzuverfolgen.70 Hinzu kommt außerdem, wie Meyssan argumentiert, dass das Pentagon »mehrere hochkomplexe Radar-Überwachungssysteme besitzt, die mit zivilen Systemen nicht zu vergleichen sind.« Das PAVE-PAWS-System zum Beispiel »verpasst nichts, was im nordamerikanischen Luftraum passiert.« Laut seiner eigenen Internetseite ist es in der Lage »eine großen Anzahl von Zielen zu entdecken und sie zu überwachen, die einem massiven SLBM-Angriff (Submarine Launched Ballistic Missile – U-Boot-basierte ballistische Rakete) entspricht.« Sollen wir wirklich glauben, dass das System all dies kann, wundert sich Meyssan, aber nicht in der Lage ist, ein einziges riesiges, in Richtung Pentagon fliegendes Flugzeug zu erkennen?71

Warum wurde der Einschlag nicht durch Standardprozeduren verhindert?

Neben all diesen Fragen, die spezifisch den Einschlag in das Pentagon betreffen, muss sich die offizielle Darstellung des Pentagon-Einschlags der allgemeinen Frage stellen: Wenn man annimmt, dass der Einschlag durch Flug 77 durch die Entführer verursacht wurde, warum wurde er nicht durch die bestehenden Standardprozeduren verhindert? Diese Frage scheint für Kritiker in Bezug auf diesen Einschlag noch entscheidender, weil er über eine halbe Stunde später stattfand als der zweite Einschlag ins World Trade Center, so dass man annehmen sollte, dass das National Military Command Center des Pentagons in höchstmöglicher Alarmbereitschaft sein sollte, und auch, weil das Pentagon das wohl am besten verteidigte Gebäude auf der Erde ist.72 Wie erklärt die offizielle Darstellung die Tatsache, dass es am 11. September überhaupt nicht verteidigt wurde?

Nach der ersten Version wurden, wie wir gesehen haben, Kampfflugzeuge erst angefordert, nachdem das Pentagon getroffen wurde. Da aber US-Beamte diese Geschichte schnell aufgaben, wenden wir uns direkt der Kritik an der zweiten Version zu. Laut dieser von NORAD gebotenen Darstellung hat die FAA bis 9.24 Uhr nicht mitgeteilt, dass Flug 77 entführt worden war und in Richtung Washington flog,73 – also 34 Minuten, nachdem die FAA laut offizieller Darstellung den Funkkontakt mit dem Flugzeug verloren hatte, und 28 Minuten, nachdem das Flugzeug vom Radar verschwand. Dann forderte NORAD um 9.27 Uhr Flugzeuge an, die von der Langley Air Force Base aufstiegen. Diese Flugzeuge sollen ca. 15 Minuten später eingetroffen sein, nachdem das Pentagon um 9.38 Uhr getroffen wurde.74

Kritiker stellen einige Fragen, wenn es um diese Darstellung geht. Warum überwachte das NMCC – und damit NORAD mit seinem überlegenen Radarsystem – die Flugbahn nicht von sich aus? Selbst wenn wir diese Frage ignorieren, wie konnte die FAA so gemächlich handeln, vor allem angesichts der Tatsache, dass kurz nach 9.03 Uhr jeder im System hätte wissen müssen, dass zwei entführte Flugzeuge in das WTC geflogen waren? »Ist eine solch lange Verzögerung glaubwürdig«, fragt Thompson, »oder sind die Angaben frisiert worden, um zu vertuschen, dass keine Kampfjets aufgestiegen sind?«75 Weiter stellt sich die Frage, warum NORAD, nachdem es endlich von der FAA informiert worden war, weitere drei Minuten zum Anfordern der Flugzeuge benötigte? Und warum sollte es die Flugzeuge aus Langley ordern, das über 200 km von Washington entfernt ist, statt von der Andrews-Luftwaffenbasis, die nur 15 km entfernt ist und die Aufgabe hat, Washington zu beschützen?

Mit Bezug auf die letzte Frage berichtete die Zeitung USA Today, dass sie von Pentagon-Quellen erfahren hatte, dass Andrews »keine zugewiesenen Kampfflugzeuge besaß.« Ein weiterer Bericht in dieser Zeitung vom selben Tag schreibt, dass Andrews doch Kampfflugzeuge vor Ort hatte, »aber diese Flugzeuge nicht in Alarmbereitschaft waren.«76 Bykow und Israel behaupten, dass beide Geschichten, abgesehen davon, dass sie grundsätzlich unplausibel sind, in Widerspruch zu den Informationen der Internetseite des US-Militärs stehen. Laut ihren Angaben beherbergt Andrews das 121. Fighter Squadron des 113. Fighter Wings, das mit F-16-Kampfflugzeugen ausgestattet ist und »in der Lage und bereit ist, Eingreiftruppen für Washington im Falle von Naturkatastrophen oder Katastrophenschutz zu stellen.« Andrews besitzt auch das Marine Fighter Attack Squadron 321, das »die anspruchsvolle F/A-18 Hornet fliegt« und von einem Reserve-Geschwader unterstützt wird, das »Wartung und Versorgung bietet, um die Streitkraft in Bereitschaft zu halten.«77 Andrews beherbergt auch die District of Columbia Air National Guard (DCANG), die auf ihrer Internetseite schreibt, dass es ihre »Mission« ist, »Kampfeinheiten im höchstmöglichen Bereitschaftszustand zu halten.«78 Zusätzlich zu diesen Beweisen wird die Fehlerhaftigkeit der Behauptung, dass Andrews keine Kampfjets in Alarmbereitschaft hatte, laut Kritikern durch die Tatsache belegt, dass nach vielen Berichten F-16 von Andrews unmittelbar nach dem Angriff auf das Pentagon Washington überflogen.79 Eine der beunruhigenden Fragen ist es daher, warum das Pentagon Fehlinformationen herausgegeben hat.

Eine weitere Frage ist, warum einige der Internetseiten nach dem 11. September verändert wurden. Thompson berichtet zum Beispiel, dass die DCANG-Internetseite geändert wurde, um danach zu sagen, dass es nur die »Vision« hat, »in Friedenszeiten Befehlsgewalt, Kontroll- und Verwaltungsmission zu bieten, um Auftraggeber, DCANG-Einheiten und NGB bei der Erreichung des höchsten Bereitschaftszustands zu unterstützen.«80

In jedem Fall bleibt es nach Ansicht der Kritiker ein Rätsel, warum Beamte von NORAD – oder auch vom NMCC – Flugzeuge aus Langley geordert haben, es sei denn, sie hätten einfach eine Geschichte erfunden, um zu erklären, warum nicht rechtzeitig Flugzeuge da waren, um den Angriff zu stoppen. Falls dies stimmt, fügen die Kritiker hinzu, ist auch diese Geschichte nicht ausreichend. Thompson schreibt, dass wenn (von innerhalb des Rahmens der offiziellen Darstellung aus gesehen) die F-16 aus Langley um 9.30 Uhr wie behauptet in der Luft waren,

hätten sie etwas mehr als 1120 km/h fliegen müssten, um Washington zu erreichen, bevor Flug 77 dies tat. Die maximale Geschwindigkeit einer F-16 beträgt 2.400 km/h. Selbst bei einer Geschwindigkeit von 2.100 km/h hätten diese Flugzeuge Washington in sechs Minuten erreicht – immer noch rechtzeitig, vor jeder Behauptung, wann Flug 77 eingeschlagen ist.81

Kritiker halten diese Geschichte angesichts der Tatsache für absurd, dass die Flugzeuge 15 Minuten zu spät angekommen sein sollen. Wie George Szamuely es ausdrückt: »Wenn F-16-Kampfjets eine halbe Stunde benötigten, um 240 km zurückzulegen, dann könnten sie nicht mehr als 480 km/h geflogen sein – und somit nur 20 Prozent ihrer Leistung.«82 Wenn Andrews-Kampfjets so wie notwendig angefordert worden wären, hätten sie sogar noch mehr Zeit gehabt.

Ein noch größeres Problem ist, warum die Kampfjets nicht schon lange vorher über Washington flogen. Kapitän Michael Jellinek, der befehlshabende Direktor von NORAD, soll ausgesagt haben, dass an einem bestimmten Zeitpunkt nicht lange nach dem ersten Anschlag auf das WTC, eine Telefonverbindung zwischen dem NMCC, dem Strategischen Kommando, Befehlshabern und nationalen Katastrophenbehörden aufgebaut worden war, um eine Luftangriffs-Telefonkonferenz zu führen. Zum einen oder anderen Zeitpunkt, so wurde berichtet, hörte man in der offenen Leitung die Stimmen von Präsident Bush, Vizepräsident Cheney, hochrangigen Militärs, den Leitern von FAA und NORAD, des Weißen Hauses und der Air Force One in der offenen Leitung. Brigadegeneral Montague Winfield, der Leiter des NMCC, sagte dazu: »Alle Regierungsbehörden, die an den Maßnahmen beteiligt waren, die zu dem Zeitpunkt in den Vereinigten Staaten passierten, waren an der Konferenz beteiligt.« Berichten zufolge ging die Telefonkonferenz während der Pentagon-Explosion weiter.83 Diese zugegebene Tatsache impliziert, dass alle diese Personen und Organisationen seit 8.56 Uhr wissen mussten, dass Flug 77 vermutlich entführt war und dass alle Flugzeugstarts in Washington kurz nach dem Einschlag von Flug 175 um 9.03 Uhr gestoppt worden waren. Thompson fragt daher: »Warum wird der Notstand für wichtig genug gehalten, um zu diesem Zeitpunkt alle Flugzeugstarts aus Washington zu stoppen, aber nicht wichtig genug, um nur ein einziges Flugzeug aufsteigen zu lassen, um Washington zu verteidigen?«84

Warum wurde das Pentagon nicht evakuiert?

Eine der beunruhigenden Fragen, die durch den Einschlag von Flug 175 in den zweiten Turm des WTC aufgeworfen wird, ist, wie wir gesehen haben, warum es eine öffentliche Durchsage gab, die den Menschen mitteilte, dass das Gebäude sicher wäre und sie in ihre Büros zurückkehren sollten. Eine ähnliche Frage wird durch den Angriff auf das Pentagon aufgeworfen, selbst wenn man die offizielle Darstellung akzeptiert. Nach dieser Darstellung ging Flug 77 um 8.56 Uhr verloren, kurz nachdem das Radar angeblich eine Kehrtwende zurück Richtung Washington zeigte. Angesichts der Tatsache, dass das Pentagon von seinem Personal als »Ground Zero« bezeichnet wurde – sogar einen Imbiss bekam diesen Namen (85) – warum sollten die verantwortlichen Beamten, die wohl von den Anschlägen auf das WTC wussten, nicht die sofortige Evakuierung anordnen? Selbst wenn sie das nicht kurz nach 8.56 Uhr taten, warum dann nicht unverzüglich, nachdem sie um 9.25 Uhr erfuhren, dass die Fluglotsen ein unbekanntes schnellfliegendes Flugzeug in Richtung Pentagon und das Weiße Haus sichteten? In den 13 verbliebenen Minuten bevor das Pentagon getroffen wurde, hätte vermutlich fast jeder evakuiert werden können.

Um zu erklären, warum das nicht geschahen war, sagte ein Pentagon-Sprecher: »Das Pentagon war sich einfach nicht bewusst, dass dieses Flugzeug auf uns zukam.« Insbesondere Verteidigungsminister Rumsfeld und seine höchsten Militärs sollen bis zum Zeitpunkt des Aufpralls nichts von der Gefahr gewusst haben.86 Jedoch besprachen seit dem Einschlag des ersten Flugzeugs in das WTC um 8.46 Uhr »Militärs laut der New York Times im [National Military Command Center] auf der Ostseite [des Pentagons] in einer dringenden Besprechung mit Strafverfolgungs- und Flugsicherungsbeamten, was zu tun sei.« Laut der offiziellen Geschichte teilte die FAA NORAD um 9.24 Uhr mit, dass Flug 77 zurück in Richtung Washington zu fliegen schien.87 Nach dem Zitieren dieser Berichte fragt Thompson: »Ist es glaubwürdig, dass jeder im Pentagon außerhalb dieses Befehlszentrums, sogar der Verteidigungsminister, uninformiert blieb?«88 Und wenn das nicht glaubhaft ist, warum wurde es zugelassen, dass die Leute im Westflügel getötet wurden?

Die offizielle Reaktion auf Meyssan Theorie

Als Meyssans Theorie veröffentlicht wurde, wurde sie unmittelbar von US-Beamten angeprangert. Am 2. April 2002 veröffentlichte das FBI folgende Erklärung:

Alleine die Andeutung, AA 77 sei am 11. September nicht in das Pentagon gestürzt, ist die ultimative Beleidigung für das Gedenken an die 59 Männer, Frauen und Kinder auf Flug AA 77 und die 125 verdienstvollen militärischen und zivilen Mitarbeiter im Pentagon, die am 11. September rücksichtslos von Terroristen ermordet wurden.

Eine ähnliche Stellungnahme machte im selben Monat Victoria Clarke im Auftrag des Verteidigungsministeriums:

Ich denke, selbst die Vermutung ist bereits lächerlich. Und außerdem ist es nur eine unglaubliche, unglaubliche Beleidigung der Freunde, Verwandten und Familienangehörigen der fast 200 Menschen, die hier am 11. September starben, und der Tausenden, die in New York starben.89

Meyssan stimmt natürlich zu, dass die 125 Pentagon-Mitarbeiter rücksichtslos von Terroristen ermordet wurden. Er widerspricht lediglich der offiziellen Theorie, wenn es um die Identität der rücksichtslosen Terroristen geht. Er stimmt auch zu, dass es eine Beleidigung für die Opfer und ihre Familien und Freunde ist, wenn jedermann wissentlich eine falsche Darstellung in Umlauf bringt, wer für diese Tat verantwortlich ist. Er widerspricht einfach bezüglich der Frage, wer schuldig ist für diese Beleidigung. Diese gegenseitigen Beschuldigungen führen natürlich zu nichts. Was wir brauchen, ist eine umfassende Untersuchung des Angriffs auf das Pentagon in Verbindung mit einer entsprechenden Untersuchung der Angriffe auf das World Trade Center, durch die alle beunruhigenden Fragen, die Meyssan und andere Kritiker der offiziellen Darstellung stellen, gründlich untersucht werden können.

Wenn man die Beweislage im Zusammenhang mit dem Angriff auf das Pentagon hinzunimmt, scheint die dritte der in der Einleitung diskutierten Ansichten ausgeschlossen zu sein. Nach dieser Ansicht waren keine US-Beamten an den Planungen der Anschläge beteiligt. Doch die Beweise, die von den Kritikern der offiziellen Darstellung, insbesondere Meyssan, präsentiert werden, scheinen eine aktive Planung durch Mitglieder des US-Militärs zu erfordern, zumindest bei diesem Ereignis (weil nur Maschinen des US-Militärs einen Transponder besitzen, der den Raketenabwehr-Batterien des Pentagons seinen Freund-Status signalisieren kann und dadurch vermeiden kann, abgeschossen zu werden). Während die Beweise dieses Fluges für sich genommen zulassen, dass diese Militärangehörige zu einer verbrecherischen Gruppe innerhalb des Militärs gehören könnten, haben die Fakten zu den vorherigen Flügen bereits gezeigt, dass zu den Verschwörern NMCC-Beamte im Pentagon selbst gehören müssen. Wenn die Berichte über Rumsfelds Vorhersage zum Pentagon-Anschlag sowie zum Anschlag auf einen der WTC-Türme wahr ist, scheint der zivile Leiter des Pentagons gewusst zu haben, wann die Angriffe stattfinden würden.

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Um zusammenzufassen, wo wir uns im Hinblick auf die ersten drei Flüge befinden: Aus Sicht der Kritiker erlaubt uns eine Überprüfung der offiziellen Version des 11. September im Lichte der tatsächlichen Fakten nur zwei mögliche Schlussfolgerungen: Unsere Regierung und unsere Militärs waren entweder unglaublich inkompetent oder tragen eine kriminelle Mitschuld. Und das Problem mit der Inkompenz-Theorie, ist, so der kanadische preisgekrönte Journalist Barrie Zwicker, dass »Inkompetenz normalerweise schwere Verweise nach sich zieht« und doch »gibt es, meines Wissens, keine Berichte über Verweise.« Er fügt hinzu: „Dies bringt mich dazu zu fragen – und andere Medien müssen dies auch tun – ob es "stand down"-Befehle gab.« 90 Zwickers Antwort auf seine eigene Frage:

In den fast zwei Stunden des gesamten Dramas hat nicht ein einziger Abfangjäger der US Air Force ein Rad bewegt, bis es zu spät war. Warum? War es totale Inkompetenz der Besatzungen, die ausgebildet und ausgerüstet waren, innerhalb von Minuten aufzusteigen? … Wenn man sich einfach diese paar Fragen stellt, wirkt die offizielle Erzählung offen gesagt unglaubwürdig. Je mehr Fragen man nachgeht, desto plausibler wird es, dass es eine andere Erklärung gibt: und zwar, dass Elemente innerhalb des höchsten US-Militärs, des Geheimdienstes und der politischen Führung … mitschuldig an dem sind, was am 11. September passiert ist.91

Gore Vidal kommt zum selben Schluss. Er denkt über die offizielle Ablehnung jeglicher Untersuchung nach, die »nicht auf die Annahme beschränkt ist, dass die Untätigkeit der Regierung allein die Folge von "Pannen bei Bundesbehörden" war« und kommt zu dem Schluss:

Also diese Pannen sind aus Gründen, die wir niemals wissen dürfen, nur Sündenböcke. Dass sie eher keine Pannen waren, sondern "Befehle zum Nicht-Handeln" ist nichts, das wir genauer hinterfragen sollen. Ganz sicher beruht das Versagen, eine Stunde und zwanzig Minuten lang keine Kampfflugzeuge aufsteigen zu lassen, nicht auf einer Panne bei der gesamten Luftwaffe entlang der Ostküste. Die zwingenden Standardprozeduren müssen einer Unterlassungsanordnung unterlegen haben.92

Sowohl Zwicker als auch Vidal kommen zu dem Schluss, dass eher Mittäterschaft als Inkompetenz – »stand down«-Befehle statt »Pannen« – die plausiblere Erklärung dafür ist, wie die Anschläge auf das WTC gelingen konnten.

Relevant für diese Diskussion ist Michael Parentis Beobachtung, dass politische Führer manchmal »Inkompetenz als Deckmantel nutzen.« Dies sei eine Möglichkeit, ihre aktive Beteiligung bei illegalen Operationen zu leugnen.

Dieses Eingeständnis von Inkompetenz haben sich daher »verschiedene Kommentatoren eifrig zu eigen gemacht«, weil sie es lieber sehen, dass ihre Führer inkompetent sind, »als die vorsätzliche Täuschung zu sehen.« Ist es das, was hier passiert? Ahmed, der über Jared Israels Diskussion nachdenkt, sagt, wenn es so viel Inkompetenz am 11. September gab, wie die offizielle Darstellung impliziert, »dann hätte es häufiger Hinweise auf institutionelle Inkompetenz unter diesen Notfalldiensten bei früheren Reaktionen auf Routinenotfälle, mögliche Entführungen usw. geben müssen. Es gibt keine solchen Hinweise.«93 Muss diese Frage nicht mit Nachdruck gestellt werden? Wie kann ein System, das normalerweise, nach allen verfügbaren Beweisen einwandfrei funktioniert, plötzlich, am Tag, als diese Angriffe stattfinden sollten, so viele unerklärliche Ausfälle erleiden?

Diese Frage wurde auch von Familienangehörigen der 9/11-Opfern gestellt. Beispielsweise sagte Kristen Breitwieser, deren Mann im WTC starb, in Phil Donahues Fernsehsendung:

Ich verstehe nicht, wie ein Flugzeug unser Verteidigungsministerium treffen konnte … eine Stunde, nachdem das erste Flugzeug den ersten Turm traf. Ich verstehe nicht, wie das möglich sein soll. Ich bin ein vernünftiger Mensch. Aber wenn man die Tatsache betrachtet, dass wir 500 Milliarden Dollar für die Landesverteidigung ausgeben, wollen Sie mir sagen, dass ein Flugzeug in der Lage war, unser Pentagon zu treffen … eine Stunde, nachdem der erste Turm getroffen wurde? Es gibt Verfahren und Protokolle in dieser Nation, die befolgt werden müssen, wenn Transponder abgeschaltet werden, und sie wurden am 11. September nicht befolgt.94

Schulden wir ihr nicht eine Antwort?

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Eine interessante Fußnote zu diesem Kapitel: Während der Korrektur des Probedrucks erfuhr ich von einem Interview mit Verteidigungsminister Rumsfeld, das am 12. Oktober 2001 im Pentagon stattfand, in dem er bei der Besprechung der verschiedenen Arten von Waffen, die von den Terroristen benutzt wurden, sich auf »die Rakete bezog, [die verwendet wurde,] um das Gebäude zu beschädigen.«95 War dies ein aufschlussreicher Versprecher?

© David Ray Griffin
Oliver Bommer (deutsche Übersetzung)