Prof. Dr. David Ray Griffin: Neue Beweise dafür, dass die offizielle Geschichte über den 11. September unhaltbar ist
Anfang 2007 veröffentlichte Interlink Books mein Buch Debunking 9/11 Debunking: An Answer to Popular Mechanics and Other Defenders of the Official Conspiracy Theory (Die widerlegte "Widerlegung" des 11. September: eine Antwort auf "Popular Mechanics" und andere Verfechter der offiziellen Verschwörungstheorie). Die Anregung für das Schreiben dieses Buches war das Erscheinen von vier Publikationen im August 2006 – kurz vor dem fünften Jahrestag des 11. September – die die offizielle Darstellung unterstützen sollten, indem sie die alternative Darstellung widerlegen, laut der der 11. September ein „inside job“ war. Die deutlichste und bekannteste dieser Publikationen war ein Buch von Popular Mechanics mit dem Titel Debunking 9/11 Myths (Widerlegung der 9/11-Mythen).
Die Einführung und die Schlussfolgerung meines Buches behandeln den verantwortungslosen Umgang der Presse, darunter der linksgerichtete Presse mit diesem Thema. Wie ich zeigte, war eine ihrer Schwächen, die offiziellen Berichte – besonders den 9/11-Kommissionsbericht und der Bericht über das World Trade Center vom Nationalen Institut für Wissenschaft und Technologie (NIST) - als neutrale, wissenschaftliche Berichte zu akzeptieren. Sie ignorieren dabei die Tatsache, dass die 9/11-Kommission von Philip Zelikow geleitet wurde, der praktisch ein Mitglied der Bush-Regierung war und NIST eine Behörde des US-Handelsministeriums und somit Teil der Bush-Regierung war (die Wissenschaft für politische Zwecke in einem beispiellosen Ausmaß verzerrt hat).
Das vierte Kapitel des Buches zeigt, dass keines der Dokumente von August 2006 tatsächlich dazu diente, die Behauptungen der 9/11-Wahrheitsbewegung zu entlarven. Die ersten beiden Kapitel behandeln zwei Dokumente – darunter ein neues Buch von Thomas Kean und Lee Hamilton, den C25.05.1125.05.11o-Vorsitzenden der 9/11-Kommission – die versuchen mit der Schaffung einer völlig neuen Geschichte die Behauptung zu entlarven, dass Versagen des US-Militärs, die vier entführten Flugzeuge abzufangen, könne nur dann erklärt werden kann, wenn es einen „stand-down“-Befehl gegeben hat. Ich argumentiere, dass diese neue Geschichte zu inhärent unglaubwürdig war, ebenso wie die zu widersprüchlichen früheren Aussagen des Militärs, um geglaubt werden zu können.
Das dritte Kapitel behandelt die NIST-Berichte zu den Zwillingstürmen und zeigt, dass es sich um politische und keine wissenschaftlichen Dokumente handelt, weil sie alle Beweise ignorieren, die nicht mit der NIST-Theorie in Übereinstimmung zu bringen sind, wie z. B. Zeugenaussagen, die belegen, dass massive Explosionen stattgefunden hatten und dass Stahl geschmolzen war – auch wenn das Feuer nicht einmal in die Nähe der Temperatur gekommen sein kann, die benötigt wird, um Stahl zum Schmelzen zu bringen (was bedeutet, dass es eine andere Energiequelle gegeben haben muss).
Das vierte und längste Kapitel behandelt das Popular Mechanics-Buch, das alle diese Aspekte diskutiert (das Versagen, die Flugzeuge abzufangen, das WTC, das Pentagon, und Flug United 93). Meine Kritik zeigt, dass dieses Buch von Verzerrungen und unverhohlenen Lügen nur so überquillt. Obwohl das Popular Mechanics-Buch Grundlage für zwei TV-Specials war, die die offizielle Geschichte bekräftigen sollten – eins bei der BBC und eins auf dem History Channel in den USA (der sich teilweise im Besitz der Hearst Corporation befindet, welche das Buch von Popular Mechanics herausgegeben hat). Man erkennt die Tatsache, dass die Öffentlichkeit zunehmend die Täuschungen dieses Buches durchschaut an den jüngsten Bewertungen auf Amazon.com.
Mein Buch wurde, obwohl es erst von einer einzigen Mainstream-Publikationen in den Vereinigten Staaten rezensiert wurde, von angesehenen politischen Kommentatoren aus dem linken und rechten Spektrum befürwortet. Howard Zinn schreibt: "Bedenkt man, wie die Tragödie des 11. September von der Bush-Regierung benutzt wurde, um uns immer wieder in unmoralischen Kriege zu treiben, glaube ich, dass David Ray Griffins provokanten Fragen zum 11. September es verdienen, untersucht und behandelt zu werden." Paul Craig Roberts, stellvertretender US-Finanzminister während der Reagan-Regierung, schrieb: "Professor Griffin ist die Angstgegner der 9/11-Vertuschung. Dieses neue Buch zerstört die Glaubwürdigkeit der NIST- und Popular Mechanics-Berichte und schlägt seine Kritiker vernichtend."
Mein Buch wurde sogar von einem ehemaligen leitenden Beamten der CIA, Bill Christison bestätigt, der zugab, es die ersten fünf Jahre nach dem 11. September vermieden zu haben, die Beweise zu untersuchen, dass es vielleicht ein “inside job“ gewesen sein könnte. Er nannte mein Buch "ein hervorragendes Kompendium der stichhaltigen Beweislage, dafür dass die offizielle US-Regierungsgeschichte, was am 11. September 2001 passiert ist, fast sicher eine monströse Aneinanderreihung von Lügen ist."
Buchrezensenten in Mainstream-Publikationen ließen sich offenbar auch nicht von Publishers Weekly bewegen. Obwohl es meine ersten beiden Bücher über den 11. September als "lächerlich" und "reine Spekulation" zurückgewiesen hatte, hieß es über mein Buch Debunking 9/11 Debunking: "Jeder - außer den dogmatischsten Lesern - wird herausfinden, dass Griffins Beweise – von den Unstimmigkeiten zwischen den NORAD-Bänder und dem 9/11-Kommissionsbericht bis zur gründlichen Untersuchung der Physik der Zusammenbruchs – detailliert und äußerst beunruhigend sind."
Eine weitere häufig eingesetzte Quelle, um festzustellen, ob ein Buch eine Rezension wert ist, stellt Choice dar, herausgegeben von der American Library Association. Es schrieb vor kurzem: "Griffin zeigt in ausführlichen wissenschaftlichen Analysen außergewöhnliche Fähigkeiten. Er schließt das Buch mit dem Aufruf an die Leser und alle von uns ab, diese Fragen in vollem Umfang in die öffentliche Diskussion zu bringen und die Wahrheit über den 11. September aufzudecken, was auch immer diese sein mag. Tatsächlich ist diese "Wahrheit" sicherlich durch umfangreiche Lücken und Widersprüche in der offiziellen Theorien noch nicht offenbar geworden, die er im Detail dokumentiert." Ob diese Unterstützung zu weiteren Rezensionen führen wird, bleibt abzuwarten.
Auf jeden Fall wollte ich die überarbeitete und aktualisierte Auflage vor allem wegen der neuen Informationen über die angeblichen Anrufe von Passagieren auf den Flügen mit Verwandten herausgeben, durch die Berichte über Entführer in den Flugzeugen die Öffentlichkeit erreichten.
In der ersten Auflage präsentierte ich zahlreiche Beweise, dass angeblichen Handy-Anrufe aus den Flugzeugen, darunter die etwa 10 angeblichen Mobiltelefonanrufe von Flug United 93 (der in Pennsylvania abgestürzt ist), nicht stattfinden konnten, weil die Handy-Technologie zu dieser Zeit es nicht zuliess, Anrufe von Flugzeugen in großer Höhe zu tätigen (Flug 93 hatte eine Höhe von 10.500 m bis 12.500 m, als die Anrufe angeblich getätigt wurden). Ich argumentiere nicht, dass die Angehörigen der Passagiere gelogen haben, Anrufe bekommen zu haben, sondern dass sie betrogen wurden – durch „voice morphing“, das jetzt zu einem Punkt perfektioniert wurde, dass die Werbung damit prahlt, dass Sie Ihren Ehepartner damit zum Narr halten können.
Sogar nachdem mein Buch erschienen war, behauptete Popular Mechanics weiterhin auf der Grundlage sehr schwacher Beweise, Handy-Telefonate in großer Höhe waren in der Tat möglich (siehe das History Channel-Special „9/11-Verschwörungenstheorien: Fakt oder Fiktion“). Wie ich jedoch in der überarbeiteten und aktualisierten Auflage meines Buches berichtet habe, hatte das FBI im Jahr 2006, als Beweis im Prozess gegen Zacarias Moussaoui (manchmal auch "der 20. Hijacker genannt"), einen Bericht über Telefongespräche aus den vier Passagierflugzeuge vorgelegt. Laut diesem Bericht gab es nur zwei Handy-Anrufe von Flug United 93 und diese wurden um 9.58 Uhr getätigt, kurz bevor das Flugzeug abstürzte, als es auf 1.500 m war. Als das FBI vor Gericht Beweise vorlegen musste, behauptete es deshalb nicht mehr, dass Handy-Anrufe aus großen Höhen stattgefunden haben. (Diese beiden Anrufe aus niedriger Höhe von Flug 93 waren laut dem FBI-Bericht die einzigen beiden Handy-Telefonate aus allen vier Flügen).
Die bekanntesten der angeblichen Mobiltelefonanrufe von Flug 93 waren vier Anrufe, die Deena Burnett von ihrem Mann Tom Burnett empfangen hatte. Sie wusste, dass er sein Handy benutzt hatte, berichtete sie in mehreren Fernsehsendungen und später in ihrem Buch, weil sie seine Handynummer erkannt hatte. Aber, wie ich berichtet habe, gibt es heutzutage Geräte, wie z.B. "FoneFaker", das die Handynummer einer Person sowie dessen Stimme produzieren kann. Deena Burnett und die anderen, so glaube ich, haben nicht gelogen, sondern sie wurden getäuscht.
Der berühmteste der angeblichen Anrufe aus den Flügen soll von Barbara Olson, der bekannten Kommentatorin auf CNN stammen, die mit Ted Olson, dem damaligen US-Generalstaatsanwalt verheiratet war. Olson berichtete, seine Frau hätte ihn zweimal von American Airlines Flug 77 aus angerufen und gesagt, dass Entführer mit Messern und Teppichmessern das Flugzeug in ihre Gewalt gebracht hätten. Neben dem Hinweis auf Entführer lieferte dieser Anruf auch den einzigen Beweis, dass Flug 77 war noch in der Luft war (es war vom Radar verschwunden und es gab Hinweise auf ein Verkehrsflugzeug, das in der Nähe abgestürzt sein soll). Obwohl Olson bezüglich der Frage, ob seine Frau hatten ein Handy oder ein Onboard-Telefon verwendete, zwischen den beiden Version hin und her sprang, beließ er es dann später endgültig bei der letzteren.
In der ersten Auflage stellte ich diese Behauptung auf der Grundlage von Beweisen von American Airlines in Frage, denn ihre Boeings 757 (Flug 77 war eine solche Maschine) hatten keine Sitztelefone. Nach der Veröffentlichung des Buches war ich allerdings besorgt, weil es einige neue Beweise gab, dass sich diese American Airlines-Aussage von 2004 nur auf ihre 757er zu diesem Zeitpunkt bezog – denn ihre 757er im Jahr 2001 hätten durchaus Sitztelefone gehabt haben können. Also veröffentlichte ich einen Widerruf und sagte, die Behauptung sei ungewiss.
Das Zurückziehen hat aber neue Beweise hervorgerufen, einschließlich einer Erklärung von American Airlines im Jahr 2006, dass ihre 757er im Jahr 2001 keine Sitztelefone hatten, so dass jeder Anruf aus dem Flug 77 nur mit einem Handy zustande gekommen sein kann. Barbara Olson konnte daher kein Passagier-Sitztelefon benutzt haben. So blieb natürlich die Möglichkeit offen, dass Ted Olson richtig lag, als er sagte, seine Frau hätte ihr Handy benutzt.
Allerdings schlossen die Beweise im Moussaoui-Prozess diese Möglichkeit aus. In dem Bericht über Flug AA 77 wird nur ein versuchter Anruf von Barbara Olson aufgeführt, der "unverbunden" blieb und somit "0 Sekunden" dauerte.
Das war eine erstaunliche Entdeckung. Das FBI ist Teil des Justizministeriums. Dennoch untergrub es die Zeugenaussage des ehemaligen Generalstaatsanwalt des Justizministeriums und sagte in der Tat, dass die beiden angeblichen Anrufe nie stattgefunden haben. Die Implikation ist, dass Ted Olson gelogen hat, wenn er nicht wie Deena Burnett getäuscht worden war. Obwohl dieser Umstand Schlagzeilen auf den Titelseiten hätte liefern müssen, wurde bisher in keinem Mainstream-Medium darüber berichtet.
Die überarbeitete und aktualisierte Auflage von "Debunking 9/11 Debunking" enthält die Dokumentation für diese Berichte von American Airlines und dem FBI, was sehr gründlich die Vorstellung zu Nichte macht, dass irgendeiner der angeblichen Anrufe echt war: Wenn die Handy-Telefonate gefälscht waren, warum sollen wir dann glauben, dass die angeblichen Anrufe von Sitztelefonen an Bord echt waren?
Diese neue Auflage enthält auch zusätzliche Stellungnahmen von ehemaligen Offizieren des Militärs, die die offizielle Verschwörungstheorie als ausgeschlossen bezeichnen.
Sie enthält auch einen Bericht über Rudy Giulianis problematische Reaktion auf eine Gruppe von Aktivisten, die ihn vor laufender Kamera fragte, wie er wissen konnte, dass die Zwillingstürme zusammenbrechen würden. (Er hatte Peter Jennings von ABC News am 11. September selbst gesagt, er sei gewarnt worden.) Angesichts der Tatsache, dass Giuliani derzeit der Spitzenreiter für die republikanische Präsidentschaftskandidatur ist, sollten den Beweisen, dass er Insider-Informationen über den Zusammenbruch der Türme hatte – ein Ereignis, für den es keinen historischen Präzedenzfall gab --- auf jeden Fall nachgegangen werden.
Diese neue Auflage hat weitere Unterstützung gefunden. Besonders gefreut hat mich, diejenige des ehemaligen CIA-Offiziers Robert Baer (der Autor von See No Evil, das den Film Syriana inspirierte), weil er zunächst eine kritische Rezension zu meinem ersten Buch The New Pearl Harbor geschrieben hatte. Nachdem er wie Bill Christison in jüngster Zeit zu der Überzeugung gelangte, dass der 11. September ein „inside job“ war, schrieb er: "Bis wir eine komplette, ehrliche, transparente Untersuchung bekommen – nicht eine auf Basis von 'Foltergeständnissen' – wir werden nie wissen, was am 11. September passiert ist. David Griffin wird dies niemals zulassen, bis wir die Wahrheit herausgefunden haben."
In der Hoffnung, dass mein neues Buch noch überzeugender als meine früheren sein wird, war ich sehr erfreut darüber, dass John Whitbeck, ein Völkerrechtler, geschrieben hatte: "Nach der Lektüre von David Ray Griffins früheren Büchern zu diesem Thema, war ich über 90% davon überzeugt, dass der 11. September ein „inside job“ war. Jetzt, nach der Lektüre von Debunking 9/11 Debunking, bin ich, muss ich leider sagen, zu 100% überzeugt."
Die Implikationen dieser Schlussfolgerung sind natürlich enorm. Aber wird man eine Diskussion der Beweise für diese Schlussfolgerung in der Mainstream-Presse sehen? Erwarten Sie nicht zu viel!
Über den Autor:
David Ray Griffin, der 33 Bücher veröffentlicht hat, ist emeritierter Professor für Religionsphilosophie und Theologie an der Claremont School of Theology und Claremont Graduate University.
© Peace Press, 2011 (deutsche Übersetzung)
Übersetzung: Oliver Bommer, Peace Press
© The Canadian, 7. Oktober 2007 (englischsprachige Originalfassung)
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